Königsberger-Ludwig: LandesgesundheitsreferentInnen beschlossen Attraktivierung der Pflegeberufe

Imagekampagne soll pflegerische Tätigkeit in der Bevölkerung sichtbarer machen

St. Pölten, (OTS) - Die heutige Länderkonferenz der GesundheitsreferentInnen in Bad Tatzmannsdorf hat sich mit zentralen Fragen der künftigen Ausrichtung des heimischen Gesundheitssystems beschäftigt. Gesprächspunkte waren dabei etwa ein Roll-Out der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 auf ganz Österreich, die Attraktivierung der Pflegeberufe und die weiteren Schritte im Zusammenhang mit dem Ausbau der Primärversorgung.

Seit April 2017 läuft das Pilotprojekt der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 in Niederösterreich und unterstützt dabei die Bestrebung, die Patientinnen und Patienten am "Best Point of Service", also am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und mit höchster Qualität zu versorgen. Anrufer erhalten darüber Auskunft, wie dringend eine Behandlung ist, welche Einrichtungen zur Verfügung stehen und wann sie geöffnet haben, im Notfall wird auch der Rettungsdienst geschickt. „Bisher konnten dadurch Rettungsfahrten im fünfstelligen Bereich in Niederösterreich eingespart werden. Umso mehr freut es mich, dass heute eine Einigung über die Finanzierung des Regelbetriebs getroffen werden konnte und das Projekt weiter ausgerollt wird“, betont Königsberger-Ludwig.

Erfreulich waren auch die Beschlüsse hinsichtlich der Attraktivierung der Pflegeberufe. Einerseits wurde die Ministerin ersucht, für alle Personen, die in Gesundheits- und Krankenpflegeberufe bzw. in Sozialbetreuungsberufe einsteigen oder wechseln wollen, adäquate Förderungsmaßnahmen für die unterschiedlichen Bildungswege zu entwickeln, andererseits soll es auch weiterhin ein Fachkräftestipendium geben. „Um den künftigen Herausforderungen im Bereich Pflege und Soziales gewachsen zu sein, soll auch die Aufnahme in die Mangelberufsliste geprüft werden. Außerdem wurde eine Imagekampagne ins Auge gefasst, damit der Mehrwert der Pflegeberufe insgesamt und die pflegerische Tätigkeit in der Bevölkerung sichtbarer wird“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Ein weiterer Punkt im Zuge der Beratungen war auch der Erfahrungsaustausch der Bundesländer bezüglich der Einrichtung von Primärversorgungseinheiten (PVE). Dabei wiesen die VertreterInnen aus Niederösterreich auf der einen Seite darauf hin, dass der Aspekt "Spitalsentlastung" bis dato zu wenig berücksichtigt wurde und auf der anderen Seite die Anstellung von ÄrztInnen bei ÄrztInnen ein wesentlicher Impuls für den weiteren Ausbau ist. „Bis Ende 2019 werden in Niederösterreich sechs PVE ihren Betrieb aufnehmen und eine verbesserte Primärversorgung ermöglichen sowie einen einfachen Zugang zur medizinischen Versorgung sicherstellen“, so Königsberger-Ludwig. (Schluss) ha

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