90. Geburtstag Helmut Qualtinger: Filmporträt in ORF-2-„matinee“ am Sonntag, ORF-III-Schwerpunkt am 9. und 14. Oktober

Ö1 erinnert ab 6. Oktober mit mehreren Sendungen an das Wiener Original

Wien (OTS) - Helmut Qualtingers Geburtstag jährt sich am 8. Oktober 2018 zum 90. Mal. Der ORF würdigt den Schauspieler, Kabarettisten, Autor, Rezitator, Satiriker und vor allem außergewöhnlichen Menschen mit zahlreichen Sendungen. So erinnert die ORF-2-„matinee“ am Sonntag, dem 7. Oktober, mit „Helmut Qualtinger – Porträt eines Unbequemen“ (9.35 Uhr) an das legendäre und für manche unbequeme Wiener Original. ORF III Kultur und Information präsentiert am Dienstag, dem 9. Oktober, einen vierteiligen Qualtinger-Themenabend, bestehend aus einer „Kultur Heute“-Schwerpunktsendung (19.45 Uhr), André Hellers Hommage „Qualtinger“ (20.15 Uhr), dem Klassiker „Der Herr Karl“ (21.50 Uhr) sowie der Filmcollage „Qualtingers Wien“ (22.55 Uhr) von Harald Sicheritz und Alfred Dorfer. Am Sonntag, dem 14. Oktober, bringt ORF III Dakapos des berühmten „Herr Karl“-Monologs (9.10 Uhr) sowie des in ORF 2 gesendeten Porträts „Helmut Qualtinger – Porträt eines Unbequemen“ (10.10 Uhr).

Auch Ö1 erinnert an das Wiener Urgestein: Bereits am Samstag, dem 6. Oktober, ist Qualtinger im „Ö1 Hörspiel“ (14.00 Uhr) als Nestroy-Interpret zu hören. In Nestroys später gesellschaftskritischer Verwechslungskomödie „Frühere Verhältnisse“ aus dem Jahr 1862 gibt er Hausknecht Anton Muffel. Am Sonntag, dem 7. Oktober, befasst sich „Contra – Kabarett und Kleinkunst“ (19.05 Uhr) mit dem berühmten Wiener und am Montag, dem 8. Oktober, sowie Dienstag, dem 9. Oktober, (jeweils um 17.30 Uhr) widmen sich die „Spielräume“ dem musikalischen Schaffen des Schauspielers, Schriftstellers und Gesellschaftskritikers. Im Mittelpunkt steht seine Zusammenarbeit mit dem Dichter H. C. Artmann und dem Komponisten Ernst Kölz – die „Schwarzen Lieder“ gelten bis heute als seine bedeutendste Arbeit als Liedinterpret.

Der Qualtinger-TV-Schwerpunkt im Detail

ORF 2 bringt in der „matinee“ am Sonntag (7. Oktober, 9.35 Uhr) das Porträt „Helmut Qualtinger – Porträt eines Unbequemen“. Die Dokumentation von Wolfgang Beyer bietet neben Ausschnitten aus Qualtinger-Klassikern – wie z. B. dem „Herrn Karl“ – auch kaum bekanntes Filmmaterial wie die skurrilen „Science Fiction“-Werbefilme sowie Auszüge aus der TV-Produktion „Passion eines Politikers“ und den erst vor wenigen Jahren wieder entdeckten Spielfilm „Du bist die Richtige“ aus 1954, in dem Qualtinger einen Maharadscha verkörpert. Ergänzt wird das Porträt mit Interviews mit Weggefährten wie Gerhard Bronner und Louise Martini, aber auch mit „Nachgeborenen“ – etwa mit Alfred Dorfer, der als Drehbuchautor und Darsteller an der filmischen Hommage „Qualtingers Wien“ mitgewirkt hat, und Erwin Steinhauer, der nach Qualtinger den „Herrn Karl“ verkörperte.

ORF III blickt zum Auftakt seines Qualtinger-Schwerpunkts am Dienstag, dem 9. Oktober, in einer von Ani Gülgün-Mayr moderierten „Kultur Heute“-Schwerpunktsendung u. a. auf das umfangreiche Erbe des Theater- und Filmschauspielers zurück.
Danach startet mit der Dokumentation „Qualtinger“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 2016 ein dreiteiliges „ORF III Spezial“. André Heller, der künstlerische Ziehsohn Helmut Qualtingers, vergegenwärtigt in dieser Hommage den unvergleichlichen Ausnahmekünstler. Der 1928 in Wien als Sohn eines Gymnasiallehrers geborene Helmut Qualtinger war nicht nur der bedeutendste Satiriker und wirksamste Kabarettist der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Österreich, sondern auch einer der wandlungsfähigsten Schauspieler Europas. Ob Theater, Film, Fernsehen, Hörfunk – er prägte alle Genres. Qualtinger, stets von seiner Alkoholkrankheit gezeichnet, starb mit erst 57 Jahren im September 1986.
Danach gibt es mit Helmut Qualtinger als „Der Herr Karl“ (21.50 Uhr) TV-Kult aus dem Jahr 1961 zum Wiedersehen. In dem Monolog gibt Qualtinger einen vordergründig gemütlichen und netten, wenn auch raunzenden, Wiener Gelegenheitsarbeiter, der einem Lehrling das Leben und die Philosophie eines Wiener Vorstadtbewohners vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Beginn der 1960er Jahre schildert. Nach und nach enthüllt der Monolog, dass Herr Karl ein kalter Opportunist ist, vom Sozialisten zum Christlichsozialen und schließlich zum Nationalsozialisten wurde und sich danach den Besatzungsmächten anbiederte. Der Film, in der Regie von Erich Neuberg, erregte bei seiner Erstausstrahlung im ORF große Aufregung.
Das „ORF III Spezial“ schließt mit der Collage „Qualtingers Wien“ (22.55 Uhr). Für den Film aus dem Jahr 1997 verwoben Alfred Dorfer und Harald Sicheritz mehr als 20 Stücke von Helmut Qualtinger zu einer Geschichte. Die Originaltexte wurden dabei nicht verändert. Hansi (Alfred Dorfer), immer missmutig und schlecht gelaunt, fährt seine geh- und sprechbehinderte Mutter Gucki (Vera Borek) im Rollstuhl durch Wien, wo sie den unterschiedlichsten Charakteren begegnen. Ob im Gemeindebau, im Prater oder am Würstelstand, eine Riege herausragender Kabarettisten und Schauspielern wie u. a. Roland Düringer, Wolfgang Böck, Alfred Dorfer, Vera Borek und Karl Markovics, spielt gekonnt die qualtinger’schen Figuren. Regie führte Harald Sicheritz.

Der ORF-III-Schwerpunkt wird am Sonntag, dem 14. Oktober, fortgesetzt. Um 9.10 Uhr zeigt ORF III noch einmal „Der Herr Karl“. Danach folgt in den „Theater & Fernsehlegenden“ die bereits in ORF 2 gezeigte Doku „Helmut Qualtinger – Porträt eines Unbequemen“ (10.10 Uhr) von Wolfgang Beyer.

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