Neue Studie: Computertomografie-Screening reduziert Lungenkrebs-Todesfälle deutlich

Österreichs Lungenfachärzte und Radiologen erarbeiten Maßnahmenplan auf Basis der neuen Studie für Lungenkrebs-Screening in Österreich

Toronto, Wien (OTS) - Auf der Lungenkrebs-Weltkonferenz (WCLC) in Toronto von 23. bis 26. September wurde eine Studie[1] präsentiert, die eindeutig belegt: Ein Computertomografie (CT)-Screening bei Hochrisiko-Patienten* kann das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, signifikant reduzieren. Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) und die Österreichische Röntgengesellschaft (OERG) haben – diese Ergebnisse zum Anlass nehmend – nun umgehend eine Task Force gegründet, um die Ergebnisse der Studie im Hinblick auf die mögliche Umsetzung eines Screening-Programmes in Österreich zu analysieren.

Task Force analysiert Daten und entwickelt Empfehlung für Österreich

Das Vorliegen der neuen Daten nehmen die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie, ÖGP, und die Österreichische Radiologische Gesellschaft (ÖRG) zum Anlass, mittels einer Task Force aus Experten die Ergebnisse der Studie genau zu analysieren und darauf basierend eine Empfehlung für Österreich zu erarbeiten.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schenk, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie: „Die Nelson-Studie zeigt, dass durch ein Screening-Programm bei Hochrisiko-Patienten der Lungenkrebs häufig in einem frühen Stadium diagnostiziert werden kann. Damit können deutlich mehr Patienten als bisher mit einer Operation geheilt werden. Wir Lungenfachärzte prüfen nun gemeinsam mit Spezialisten anderer Fachrichtungen, wie ein mögliches Screening-Programm für [2]). Die Ende September am Welt-Lungenkrebs-Kongress in Toronto vorgestellten Daten konnten zeigen, dass durch ein qualitätsgesichertes CT-Screening bei Männern die Lungenkarzinom-Sterblichkeit um 26% gesenkt werden kann, bei Frauen sogar um 39-61%.

Auch das beste Screening kann Lungenkrebs nicht verhindern

ÖGP-Präsident Schenk: „Die Studie zeigt zwar, dass es möglich ist, mittels CT-Screening Lungenkrebs früher zu erkennen und dadurch effektiver zu behandeln, aber auch das beste Screening schützt nicht vor Lungenkrebs. Zu über 90% lässt sich Lungenkrebs nur durch Nichtrauchen verhindern.“

Daher wäre ein Rauchverbot in der Gastronomie ein ganz wesentlicher und wichtiger Schritt zur Vermeidung von Lungenkrebs – und auch vielen anderen Krebserkrankungen, COPD und Herzkreislauferkrankungen. Lungenfachärzte und Radiologen betonen daher die Bedeutung des Don’t smoke-Volksbegehrens.

 Alle Informationen über das Volksbegehren unter: dontsmoke.at

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf eine durchgehend gendergerechte Schreibweise verzichtet. Alle Bezeichnungen gelten sowohl für Frauen als auch für Männer. 

[1] NELSON Trial

[2] National Lung Screening Trial Research T, Aberle DR, Adams AM, et al. reduced lung-cancer mortality with low-dose computed tomographic screening. The New England journal of medicine. Aug 4 2011;365(5):395-409

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