Friedensnobelpreis – Schieder: “Hochverdiente Auszeichnung für Nadia Murad und Denis Mukwege"

"Wichtiges Signal für die Bekämpfung sexueller Gewalt“

Wien (OTS/SK) - Die Verleihung des Friedesnobelpreises an Denis Mukwege und Nadia Murad ist für den außenpolitischen Sprecher der SPÖ Andreas Schieder eine „hervorragende Wahl“ des Nobelpreiskomitees. „Damit wird die weltweit täglich und tausendfach stattfindende sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen und der Kampf dagegen ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Sowohl der kongolesische Arzt Denis Mukwege als auch die irakische Jesidin Nadia Murad haben ihr Leben und Wirken diesem Kampf gewidmet“, so Schieder. ****

„Beide geben Opfern von sexueller Gewalt eine Stimme – auch und besonders dort, wo von Frauen erwartet wird, über Erlebtes zu schweigen.“ Besonders eindrucksvoll ist das Wirken Nadia Murads, die 2014 von der ISIS-Terrormiliz aus ihrem Heimatdorf im Irak verschleppt wurde – die ISIS-Milizen töteten 44 ihrer Angehörigen, darunter ihre Mutter und sechs Brüder. Als so genannte „Sex-Sklavin“ von IS-Kämpfern musste sie Folter und mehrfache Vergewaltigungen erleben. Ihr gelang die Flucht und sie kämpft seitdem als „Anwältin der Jesiden“ für die Frauen, denen selbiges widerfahren ist – u.a. auch in einer beeindruckenden Rede vor der UNO.

Auch der Gynäkologe und Chirurg Denis Mukwege aus dem Kongo setzt sich seit Jahren – auch unter Gefahr für das eigene Leben – für Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden, ein. Er gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Unterleibs-Verletzungen, die durch massive sexuelle Gewalt und Gruppenvergewaltigungen an Mädchen und Frauen verursacht wurden. Gleichzeitig engagiert er sich auch politisch und versucht immer wieder, Verantwortliche und Täter zur Rechenschaft zu ziehen, weshalb er auch selbst Ziel eines Mordversuchs wurde. (Schluss) mr/ah/mp

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