Privatmedizin: Pauschalvorwürfe unzulässig – Tirol ist nicht Wien

Ärztliche Versorgung in Privatspitälern wird durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte geleistet

Tirol/Österreich (OTS) - Als undifferenzierte Darstellung bezeichnet der Präsident der Ärztekammer für Tirol, Dr. Artur Wechselberger, Aussagen, die die ärztliche Versorgung in Tiroler Privatspitälern mit der in Wien gleichsetzen. Dort sei es weitgehend üblich, dass in öffentlichen Krankenanstalten beschäftigte Ärztinnen und Ärzte auch in privaten Häusern tätig sind, bestätigt der Hochschulreferent der Ärztekammer für Tirol, Prof. Gerhard Luef.

Nicht so in Tirol. Hier sind es primär die in Praxen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, denen Sanatorien die Möglichkeit bieten, ihre Patientinnen und Patienten auch stationär zu behandeln. „Damit können sie über ihre Praxis hinaus auch all jene Leistungen anbieten, für die die Einrichtungen eines Krankenhauses notwendig sind. So kommen sie dem Wunsch ihrer Patientinnen und Patienten nach, auch stationär vom gewohnten Vertrauensarzt betreut zu werden“, erklärt Präsident Wechselberger das Tiroler Versorgungssystem.

Absolut unzulässig sei es, so der Kurienobmann und Vertreter der angestellten Ärztinnen und Ärzte, Dr. Ludwig Gruber, jahrelange Gepflogenheiten in der Versorgung der Bundeshauptstadt Wien mit Tirol zu vergleichen. Ein Anlassfall wie er in Wien offenbar wurde – dort war ein Arzt im Operationsbericht als Operateur aufgeschienen, obwohl er angeblich zeitgleich in einem Privatspital tätig war – sei für Tirol auszuschließen. Pauschalierende, bundesweite Vorwürfe seien dementsprechend unangebracht, stellt Kurienobmann Gruber klar.

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