Digitalisierung erweitert die Rolle der Versicherung in der Gesellschaft: die Geneva Association

Zürich, Schweiz (ots/PRNewswire) -

Mit der Digitalisierung der Wirtschaft verändert sich die Rolle der Versicherung in der Gesellschaft von einer Institution, die sich in erster Linie mit Schadensersatzansprüchen befasst, zu einem breiteren Beratungsdienst für die Kunden zu Fragen, wie sie Risiken vorbeugen oder bestehende Risiken abmildern und managen können, so heißt es in einer Studie des Genfer Verbands, der führenden internationalen Denkfabrik der Versicherungswirtschaft.

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Der Bericht "Versicherungen im digitalen Zeitalter: ein Blick auf die wesentlichen Implikationen für Wirtschaft und Gesellschaft" zeigt, dass die größte Quelle der Wertschöpfung durch die Digitalisierung der Versicherungen in der Fähigkeit liegt, neue und stärker kundenorientierte Produkte und Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig wird die digitale Technologie und Automatisierung die Versicherer durch die Senkung der Kosten für die Erfassung und Verarbeitung von Informationen in die Lage versetzen, die Effizienz der Übernahme, Absicherung und Kalkulation von Risiken zu erhöhen und Schäden zu regulieren. In einem wettbewerbsintensiven Markt wird dies letztlich zu niedrigeren Prämien führen und dadurch die Erschwinglichkeit und die Deckung erhöhen.

Anna Maria D'Hulster, Generalsekretärin der Genfer Vereinigung, sagte: "Die beschleunigte Digitalisierung und das Wachstum vernetzter digitaler Umgebungen schaffen neue Schwachstellen und haben potenzielle Folgen, die weniger vorhersehbar sind als bisher. Digitalisierung und neue Technologien können dazu beitragen, den Zugang zu Versicherungen zu verbessern, indem sie erschwinglicher werden, den Vertrieb erleichtern, neue Märkte schaffen und so die Vorteile der Versicherung neuen Kunden zugänglich machen."

Die neuen Möglichkeiten, die durch digitale Technologien geschaffen werden, könnten aber auch zu Fragen der "Fairness" führen. Eine individuelle risikobasierte Versicherung könnte beispielsweise bedeuten, dass manchen Menschen, die einer hohen Risikokategorie zugeordnet werden, die Deckung verweigert wird oder dass sie mit unerschwinglich hohen Versicherungskosten konfrontiert wären. Das ist zwar in der Versicherungsbranche nicht neu, dürfte sich aber in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft noch stärker akzentuieren.

Neugegründete Technologieunternehmen - auch "InsurTechs" genannt - treten in die Branche ein, und Industrieunternehmen und etablierte Technologiegiganten halten nach Geschäftsgelegenheiten im Versicherungswesen Ausschau. Wenngleich es die Möglichkeit von beiderseitig vorteilhaften Partnerschaften mit Versicherern gibt, besteht die Sorge, dass diese Unternehmen zu direkten Konkurrenten der etablierten Versicherer werden könnten, insbesondere an der Schnittstelle zum Kunden.

Christian Schmidt, Leiter des Digitalisierungsforschungsprogramms bei der Geneva Association, sagte: "Angesichts einer immer größer werdenden Digitalisierung der Wirtschaft dürfte die Risikobündelung durch Versicherungen die beste Reaktion der Branche auf die finanziellen Folgen von Risiken sein."

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