Ziegennachwuchs auf der Deponie Rautenweg

Deponie-Besuch noch bis Ende Oktober möglich

Wien (OTS) - Anders als in vielen anderen Städten der Welt, ist die Deponie Rautenweg in der Donaustadt ein attraktives und spannendes Ausflugsziel. Die Deponie ist über weite Strecken begrünt, ein wahres „Energiewunder“ und Heimat zahlreicher Tiere und Pflanzen. Seit Ende 2008 werden auf der Deponie keine unbehandelten Abfälle, sondern nur noch Asche und Schlacken aus den Verbrennungsanlagen deponiert. Mit der Deponie hat die Stadt Wien die gesamte Entsorgungskette von der Müllsammlung, über die Trennung, der thermischen Verwertung in den Verbrennungsanlagen bis hin zur Deponierung der Asche auf der stadteigenen Deponie in eigenen Händen.

„Im Rahmen einer Besichtigung der Deponie Rautenweg kann man vieles über die Wiener Abfallwirtschaft erfahren und zugleich auch Fauna und Flora auf der Deponie bewundern. So auch die Pinzgauer Bergziegen die Anfang der 90er Jahre vom Aussterben bedroht waren, auf der Deponie Rautenweg einen neuen Lebensraum gefunden haben“, so Umwelt- und Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

Kürzlich kam wieder Ziegen-Nachwuchs dazu - ein Video zeigt die ersten Wochen der süßen Babys. https://youtu.be/NOSEuhLdyFs

Artenschutz: Pinzgauer Ziegen seit 1993

Die MA 48 leistete mit der Ansiedlung der Pinzgauer Ziegen 1993 auf der Deponie Rautenweg einen wichtigen Beitrag zum Überleben dieser alten Nutztierrasse, da der Bestand in den 80er Jahren/Anfang der 90er Jahre stark zurückgegangen war. Heuer gab es entzückenden Nachwuchs in der mittlerweile auf 35 Stück angewachsenen Ziegenherde. Die ersten Wochen der Ziegenbabys wurden in einem berührenden Video festgehalten.

Die gesunden Böcke werden, sobald sie eine gewisse körperliche Reife erreicht haben, in ihren eigentlichen Lebensraum (Salzburger Hochgebirge) ausgesiedelt, streng kontrolliert und mit Bedacht zur Zucht eingesetzt. Lediglich jene Böcke, die mit dem Fläschchen aufgezogen werden mussten, dürfen bei der Herde auf der Deponie bleiben. Die Tiere werden selbstverständlich tierärztlich versorgt und fühlen sich sichtlich wohl.

Die Deponie Rautenweg bietet aber auch eine einzigartige Vegetation und ein wunderbares Rückzugsgebiet für eine Menge anderer Tiere wie z.B. Enten, Krähen, Rehe und Hasen sowie für unzählige Arten an Schmetterlingen, Spinnen, Laufkäfern und Heuschrecken.

Besichtigung der Deponie Rautenweg noch bis Ende Oktober

Die Besichtigung der Deponie Rautenweg ist noch bis Ende Oktober und dann wieder ab Anfang Mai möglich. Anmeldung und festes Schuhwerk sind unbedingt erforderlich. Ein Shuttledienst von der U1 zur Deponie und zurück wird bei Bedarf gerne organisiert.

Energiewunder Deponie Rautenweg – Wärme für Hunde, Katzen und Co

Bei der angebotenen Rundfahrt mit dem sogenannten „Tatzelwurm“ erfährt man alles über die Wiener Abfallwirtschaft sowie über die Funktionsweise und dem technischen Aufbau der Deponie Rautenweg. Wurde früher Restmüll auch direkt abgelagert, so werden hier seit 2009 lediglich aufbereitete Verbrennungsrückstände (Aschen und Schlacken) aus den Wiener Müllverbrennungsanlagen abgelagert. Die Deponie Rautenweg ist aber nicht nur ein wichtiger Grundpfeiler der Entsorgungskette der Wiener Abfälle, sondern auch ein wichtiger alternativer Energielieferant: Durch Deponiegasverstromung, Photovoltaik und Nahwärme werden hier jährlich rund 2.000 Tonnen an CO2 eingespart. Dabei wird achtmal mehr Strom produziert als für den Deponiebetrieb selbst benötigt wird. Sogar der elektrisch betriebene Tatzelwurm wird mittels Solarblume mit vor Ort produziertem Strom versorgt. Das benachbarte TierQuarTier erhält mittels Nahwärmeleitung Warmwasser und Wärme aus der Abwärme der Deponiegasverstromung. Nach der Rundfahrt folgt abschließend noch ein Spaziergang auf den "Beag aus Mist" mit einem wunderbaren Blick auf die Donaustadt.

Anmeldung zu kostenlosen Besichtigungen

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