Rauchen: Risikofaktor für Augengesundheit

Österreichs Augenärzte unterstützen Don`t smoke Volksbegehren

Wien (OTS) - Rauchen schädigt nicht nur die Lunge, man gefährdet dadurch auch gravierend sein Sehvermögen. „Nikotin und Rauchinhaltsstoffe sind gefährliche Gifte, auch für die Augen. Rauchen führt früher zum grauen Star (Katarakt) und erhöht vor allem massiv das Risiko, an altersbedingter Makuladegeneration (AMD), der häufigsten Erblindungsursache im Erwachsenenalter, zu erkranken“, so Professor Dr. Andreas Wedrich von der Meduni Graz im Namen der Gesellschaft der Österreichischen Augenärzte (ÖOG). Daneben beschleunigt Rauchen bei an Diabetes erkrankten Personen die Entwicklung von diabetischen Netzhauterkrankungen, die wiederum die häufigste Erblindungsursache im erwerbstätigen Erwachsenenalter darstellen sowie von zur Erblindung führenden Gefäßerkrankungen des Auges.

„Die ÖOG unterstützt daher alle sinnvollen Maßnahmen, die zu einer Reduktion der Raucherzahlen führt, v.a. bei Jugendlichen. Die Aufhebung des Rauchverbots in der Gastronomie ist ein eklatanter Rückschritt. Wir befürworten deshalb das „Don`t smoke – Volksbegehren“ gegen eine Aufweichung des Rauchverbots in der Gastronomie, das noch bis achten Oktober läuft.“ so Prof. Wedrich weiter.

AMD häufigste Erblindungsursache im Erwachsenenalter

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige, im fortgeschrittenen Alter auftretende Erkrankung der Netzhautmitte (Makula) und stellt in diesem Lebensabschnitt die häufigste Erblindungsursache dar. Die Makula – auch „gelber Fleck“ genannt, ist für wesentliche Sehleistungen verantwortlich, wie etwa Lesen, das Erkennen von Gesichtern oder Unterscheiden von Farben. Eine Erkrankung an AMD führt zu unscharfem, verzerrtem Sehen bis hin zu einem kompletten Ausfall der zentralen Sehfunktion. Dadurch werden Lesen, Autofahren, Fernsehen und Arbeiten am Handy schwierig bis unmöglich. Begünstigt wird die Entstehung einer AMD durch Bluthochdruck und Übergewicht sowie speziell das Rauchen.

Rauchen und Diabetes

Erhöhter Blutzuckerspiegel und/oder Blutzuckerschwankungen verursachen Verschlüsse aber auch undichte Stellen an den Blutgefäßen der Netzhaut, die Folge ist eine Mangeldurchblutung. Rauchen beschleunigt diesen Prozess noch. Mehr als die Hälfte der Personen mit Typ-2-Diabetes und neun von zehn Menschen mit Typ-1 Diabetes leiden unter diabetischer Retinopathie. In frühen Stadien werden kaum Symptome wahrgenommen. Betroffene wiegen sich deshalb in trügerischer Sicherheit. Je früher eine diabetische Netzhauterkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Um sein Sehvermögen bis ins hohe Alter zu bewahren, sollte man also neben einer gesunden Ernährung auch auf Nikotinverzicht achten und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt durchführen lassen!

Über uns: Die Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte

Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) ist ein 1904 gegründeter Verein mit Sitz in Wien. In ihm sind rund tausend in Ordinationen oder in den Spitälern tätige Augenärztinnen und Augenärzte aus ganz Österreich organisiert. Mit wissenschaftlicher Arbeit, mit Aus,- und Weiterbildungsangeboten und konsequenter Patientenorientierung unterstützt der Verein präventiv, kurativ und publizistisch, was die zentrale Botschaft der Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte ist, nämlich: „Augengesundheit ist mehr als nur gutes Sehen.“

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Die Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte

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