Taschner: Pädagogik-Paket ist erster Schritt zur anspruchsvollen Schule

ÖVP-Bildungssprecher begrüßt Möglichkeit der Mittelschulen, Unterricht in differenzierten Leistungsniveaus zu halten.

Wien (OTS) - Wir wollen ein modernes gutes Bildungssystem, das die Talente unserer Kinder fördert und Defizite rechtzeitig verringert. Das heute von Bildungsminister Heinz Faßmann vorgestellte Pädagogik-Paket ist ein wichtiger Schritt dazu, die Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler zu verbessern und eindeutig ein Fortschritt, weist heute, Montag, der Bildungssprecher der neuen Volkspartei Prof. Dr. Rudolf Taschner die Kritik am Paket zurück. "Minister Faßmann hat seit seiner Bestellung klargestellt, dass unser Bildungssystem an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Nun werden die ersten Maßnahmen im Bereich Volksschule und Mittelschule gesetzt."

"Wir wollen die Benotungssystematik insgesamt aufwerten und die Leistungsbeurteilungen präzisieren und nachvollziehbarer gestalten. Die bestehenden Formen der alternativen Beurteilung und der Benotung durch Ziffern werden daher aufeinander abgestimmt", erläuterte Taschner. So soll es beispielsweise künftig klare Leistungsbeurteilungen ab Ende der zweiten Klasse in Form von Noten geben. An jenen Schulen, wo eine alternative Leistungsbeurteilung besteht, haben Eltern in Zukunft ein Anrecht auf eine zusätzliche Benotung durch Ziffern. An jenen Schulen, wo wiederum eine Benotung durch Ziffern erfolgt, wird diese um eine schriftliche Erläuterung ergänzt.

Als sinnvoll erachtet Taschner auch die Möglichkeit, dass die bisher nur für die Neue Mittelschule vorgesehenen Kind-Eltern-Lehrer-Gespräche nun auch in allen Schulstufen der Volksschulen durchgeführt werden. Ziel des Gesprächs ist die gemeinsame Erörterung des Leistungsstandes und der Leistungsstärken der Schülerin oder des Schülers im Hinblick auf das jeweilige Bildungsziel. Für Volksschüler mit entsprechendem Bedarf verpflichtend werden soll der Besuch von Förderunterricht.

Notwendig war auch die Reform in der Neuen Mittelschule (NMS), die künftig zur anspruchsvollen "Mittelschule" werden soll. Bisherige Reformen im Bereich der NMS haben nicht die erwarteten bzw. erhofften Verbesserungen erbracht. Statt der sieben Noten soll es zur herkömmlichen Notenskala von 1 bis 5 kommen. Und ab der sechsten Schulstufe sind zwei Leistungsniveaus vorgesehen, die neben der Note vermerkt werden.

Taschner weiter: "Ziel ist zudem, die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu verbessern." Deshalb wird auch die Möglichkeit eines freiwilligen zehnten Schuljahres an Polytechnischen Schulen für Schülerinnen und Schüler, die ihre allgemeine Schulpflicht an mittleren und höheren Schulen abgeschlossen haben, ermöglicht. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001