Sanierung alter Umwelt-Bomben schreitet kräftig voran; bereits 280 Millionen Euro investiert

Pernkopf: Altlastensanierung schützt Boden und Grundwasser

St. Pölten (OTS/NLK) - Anlässlich seines Besuches im voestalpine Stahlwerk Linz zieht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf als Vorsitzender der „Kommission in den Angelegenheiten der Altlastsanierung und –sicherung“ Bilanz. Vor Ort machte sich Pernkopf ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten bei der Sicherung der Altlasten im Bereich der ehemaligen Kokerei Linz am nördlichen Teil des voestalpine Stahlwerkes. Dort kam es unter anderen aufgrund der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg zu einer Kontaminierung des Bodens mit Benzol und Teerprodukten. Die Gesamtkosten der Sanierung werden sich bis 2035 auf 163 Millionen Euro belaufen.

Seit November 2009 ist Pernkopf bereits bundesweiter Vorsitzender der Altlastensanierungs-Kommission. „Die Altlastensanierung in Österreich hat Vorbildcharakter: Die systematische Sanierung von alten Deponien und Industriestandorten ist ein wesentlicher Beitrag, um erhebliche Umweltgefährdungen nachhaltig zu beseitigen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, einen gesunden Boden und sauberes Wasser für nachfolgende Generationen zu sicher“, erklärt der niederösterreichische LH-Stellvertreter Pernkopf.

Bislang wurden in Pernkopfs Vorsitzzeit insgesamt 122 Förderungsprojekte mit einer Gesamtförderung von 279,1 Millionen Euro genehmigt. Davon fallen 29 Projekte bzw. 46,5 Millionen Euro auf Niederösterreich und 31 Projekte bzw. 158 Millionen Euro auf Oberösterreich. In Niederösterreich gibt es derzeit 83 Altlasten, davon sind 51 technisch saniert, bei 20 Altlasten sind die Sanierungen derzeit in Planung bzw. in Durchführung. Bei den verbleibenden Standorten laufen Voruntersuchungen und Variantenstudien. Die größte aktuelle Altlastensanierung in Niederösterreich betrifft die ehemalige Aluschlackendeponie bei Wiener Neustadt, die ein Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro aufweist. Zudem laufen derzeit in Niederösterreich die Sanierungen bei den beiden Altlasten „Putzerei Svrcek“ in Maria Enzersdorf und „Putzerei Heilmeier“ in Hainfeld. Zuletzt in der Kommission bewilligt wurde die Sanierung der Altlast „Glanzstoff Austria“ in St. Pölten.

Weitere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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