AUVA-Skandal: FSG fordert Rücktritt von Obmann Ofner

Sozialdemokratische Arbeitnehmervertreter in der Selbstverwaltung verlangen Konsequenzen für Bespitzelungsmail

Wien (OTS) - Die am 26. September versendete E-Mail an „ausgewählte“ Führungskräfte der AUVA, in der diese aufgefordert werden, die MitarbeiterInnen, die die vom Betriebsrat verteilten Unterschriftenlisten aufgelegt haben, zu denunzieren und sie mit Disziplinarmaßnahmen zu bedrohen, ist für die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) eine ungehörige demokratiepolitische Entgleisung der AUVA-Führungsebene. Die FSG fordert zusammen mit den sozialdemokratischen Arbeitnehmervertretern in der AUVA-Selbstverwaltung den sofortigen Rücktritt von Obmann Anton Ofner.

“Hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter der AUVA, die mit demokratischen Mitteln vor der drohenden Zerschlagung der Unfallversicherungsanstalt warnen und auf mögliche Risiken für fünf Millionen Versicherte hinweisen, werden bewusst eingeschüchtert und mit Strafen bedroht. Das ist nichts anderes als die Verfolgung von politisch Andersdenkenden, die ihre demokratischen Grundrechte in Anspruch nehmen”, sagen die beiden FSG-Arbeitnehmervertreter in der AUVA-Selbstverwaltung, Wolfgang Birbamer und Anton Hiden.

“AUVA-Obmann Ofner beteuerte am Freitag noch, von der Existenz der in seinem Namen versandten Einschüchterungsmail nichts gewusst zu haben. Weitere Mails belegen jedoch genau das Gegenteil”, sagen die beiden FSG-Vertreter und betonen weiter: “Dieser Skandal verlangt nach klaren Konsequenzen, zumal der Obmann auf die AUVA vereidigt ist, um die Interessen der Versicherten zu vertreten. In diesem Fall ist sicherlich das Gegenteil passiert.”

Der gesamte Vorfall zeige einmal mehr, wie wichtig die Vertretung der ArbeitnehmerInnen in der Selbstverwaltung und allen anderen Gremien der Sozialversicherung ist. “Wir werden nicht zulassen, dass die Interessen der ArbeitnehmerInnen zum Spielball der Mächtigen werden”, sagen Birbamer und Hiden abschließend.

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