Oö. Volksblatt: "Prophylaxe" (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 28. September 2018

Linz (OTS) - Herbst ist Grippezeit, da gilt es, sich gesund zu ernähren und aufzupassen, dass man sich nicht einen Virus einfängt. Herbst ist aber auch die Jahreszeit, in der die Budgets für das kommende Jahr erstellt werden. Und auch dabei sollte man auf „Gesundheit“ achten. Denn gesunde Finanzen sind eine wichtige Basis. Natürlich ist es in Zeiten von Hochkonjunktur und sprudelnden Einnahmen für die öffentlichen Haushalte einfacher, ein ordentliches Budget vorzulegen. Trotzdem gilt es, die Gunst der Stunde zu nutzen. Denn irgendwann kommen nach den fetten Jahren sicher wieder magere, in denen die Steuerquellen nicht sprudeln, aber die öffentliche Hand da sein sollte, um Menschen zu halten, damit sie nicht in tiefe Armut abstürzen. Wenn die öffentliche Hand dann aber keinen Finger rühren kann, weil der Schuldendienst jeglichen Spielraum nimmt, ist es zu spät.
Es mag vielleicht verlockend sein, die derzeit vorhandenen Spielräume voll auszuschöpfen. Aber das „Nice to have“ von heute wurde schon öfters zur Belastung von morgen. Oder anders formuliert: Die heutigen Schulden sind die Sparpakte von morgen. Es gibt zwar keine Impfung, damit die Finanzen gesund bleiben – aber die Schuldenbremse in Oberösterreich ist zumindest eine gute Form der Prophylaxe.

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