„Am Schiff“: Ein Blick auf Heimatgefühle, Naturverbundenheit und auf Ortschaften, in denen Touristen noch Seltenheitswert haben

Peter Liska gibt „Ein.Blick“ in einen Teil Europas, der so nah ist – und doch so fern – am 28. September um 21.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die fünfte, von Peter Liska gestaltete Folge der neuen ORF-Dokumentationsreihe „Ein.Blick“ – zu sehen am Freitag, dem 28. September 2018, um 21.20 Uhr in ORF 2 – spielt „Am Schiff“:

In der Wachau sieht man sie täglich. Eine kleine Invasion von großen Schiffen. Ein paar hundert Kilometer flussabwärts aber sieht die Donauwelt ganz anders aus. Nur wenige der schwimmenden Hotels steuern das Donaudelta an. Und es gibt nur ein Schiff, das unter österreichischer Flagge das Schwarze Meer zum Ziel hat: die MS Primadonna.

Die, die auf ihr arbeiten, haben schon ihre Kindheit an einem Donauufer verbracht. Von fernen Ländern geträumt. Dass sie der Fluss wohin trägt. Zum Geldverdienen. Die, die das Schiff steuern, manövrieren, die Touristen bewirten, verwöhnen, bekochen, die Kabinen reinigen, Rollstühle schieben, für Stimmung sorgen – sie kommen aus Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Serbien, Rumänien. Sie arbeiten und leben wochenlang auf engstem Raum.

An Bord 170 Passagiere, großteils aus Österreich, einige in fortgeschrittenem Alter. Frau Steinwender etwa, die Schiffsreisen liebt, weil Flugreisen oder langes Busfahren für sie zu anstrengend geworden sind. Am Schiff ist immer was los, da kann sie sich mit dem Rollator bewegen, die Landschaft genießen. Nur Delphine vermisst sie. „Nichts tun und nur daheim sitzen – da ist man ja eigentlich schon tot“, meint sie. Aktiv bleiben ist daher ihre Devise.

Ein Blick auf eine österreichische Schiffsbesatzung. Auf Kapitäne, Matrosen, Köchinnen, Kellner – die sentimental werden, wenn ihre Familien irgendwo am Ufer stehen und ihnen winken. Wenn sie wieder einmal vorbei fahren. Die manchmal kurz ihre Kinder umarmen können, wenn sie an einer Anlegestelle warten. Auf Akademikerinnen, die glücklich sind, dass sie in einem österreichischen Unternehmen als Putzfrau einen Job gefunden haben. Ein Blick auf Heimatgefühle, Naturverbundenheit und auf Ortschaften, in denen Touristen noch Seltenheitswert haben. Eine Reise durch einen Teil Europas, der so nah ist – und doch so fern.

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