Katholischer Familienverband begrüßt Entschließungsantrag zur Anrechnung von Karenzzeiten

Familienverbandspräsident Alfred Trendl drängt auf rasche Umsetzung und zieht Gang vor Gericht in Erwägung

Wien (OTS) - Volle Unterstützung für den heute im Parlament geplanten Entschließungsantrag zur gesetzlichen Anrechnung von Karenzzeiten gibt es vom Katholischen Familienverband. Ziel soll sein, die Anrechnung von bis zu 24 Monaten Karenzzeiten in allen Kollektivverträgen zu verankern. „Es liegt hier eine – mittelbare – Frauen- und Familiendiskriminierung vor, die zu einem nicht geringen Teil verantwortlich für den Gender Pay Gap ist und endlich abgestellt gehört“, fordert Familienverbandspräsident Alfred Trendl.

„Warum sollen Eltern, die in Kinderkarenz gehen, ein Leben lang um diese Lohnsprünge weniger verdienen?“, fragt Trendl und führt aus: „Viele Arbeitnehmerinnen machen nach der Karenz wieder den genau gleichen Job wie ihre Kollegen, bekommen aber weniger gezahlt und eine niedrigere Pension“, so Trendl.

Unser Pensionssystem wird nachhaltig nur durch Kinder gestützt und finanziert. “Just jene zu diskriminieren, die diese Kinder mit Liebe und Lebenszeit großziehen, ist ein grobe Ungerechtigkeit, hier liegt aus meiner Sicht ein klarer Verstoß gegen das Gleichheitsgebot vor“, so der Präsident der größten überparteilichen Familienorganisation. Er begrüßt die Ankündigung von Familienministerin Juliane Bogner-Strauß ansonsten eine gesetzliche Neuregelung bis Ende des Jahres vorzulegen und geht noch einen Schritt weiter: „Sollte keine faire und rechtssichere Lösung gefunden werden, können wir uns vorstellen eine Klage gegen diese Diskriminierung  finanziell und ideell bis zum Höchstgericht zu unterstützen“, so Trendl.

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