NEOS zu Arbeitsmarktgipfel: Viel Theaterdonner, wenig Konkretes

Gerald Loacker: „Probleme am Arbeitsmarkt werden völlig falsch angegangen.“

Wien (OTS) - Wenig überzeugt reagiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf die Aussagen der Bundesregierung zu dem heutigen Arbeitsmarktgipfel: „Das Ziel, möglichst viele Menschen aus der Arbeitslosigkeit zu holen, ist ein hehres. Doch hinter dem medialen Theaterdonner scheint nicht viel zu stecken.“ Nicht nachvollziehbar für den NEOS-Sozialsprecher ist die Schwerpunktsetzung der Regierung: „So problematisch die Frage der Lehrlinge ist, die Arbeitsmarktzahlen zeigen eine ganz andere Problematik: Während die Arbeitslosenzahlen bei den unter 25-jährigen stark sinken (-11,9%), ist der Rückgang bei den Arbeitslosen über 50 nur moderat (-3,9%). Diese Personengruppe kommt der hippen Kurz-Truppe natürlich nicht in den Sinn. Hier geht es um den Erwerb neuer Qualifikationen, weil das ursprünglich Gelernte auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt wird oder weil die körperlichen Voraussetzungen für die Fortführung der bisherigen Arbeit nicht mehr gegeben sind.“ Loacker spricht sich deshalb für eine faktenbasierte Arbeitsmarktstrategie aus: „Der Arbeitsmarkt braucht eine durchdachte und strategische Politik und keine Show-Einlage, die nur Symptome zu reparieren versucht. Wir NEOS stehen mit einem Konzept parat. Die Förderung von lebenslangem Lernen durch ein Bildungskonto, das Ende der geblockten Altersarbeitszeit und das Aufweichen des Senioritätsprinzips.“

Beim von der Regierung aufgegriffenen Thema Lehrlinge ortet Loacker billigen Aktionismus: „,Offensichtlich hat Schwarz-Blau jetzt erkannt, dass der Hut bei den Lehrlingen brennt, nachdem man ideologisch motiviert Integrations- und Qualifikationsmaßnahmen im Bildungsbereich gestrichen hat und jetzt muss man aktiv werden. Geld, das bei Deutschkursen zuletzt gekürzt wurde, wird jetzt für die Qualifikation von jungen Leuten, die mangels guter Deutschkenntnisse keine Lehrstelle bekommen, wieder frei gemacht“ Loacker will zusätzlich wissen, woher das Geld für die jetzige Integrationsmittel-Aufstockung im Wirtschaftsministerium kommt: „Die Mittel für das freiwillige Integrationsjahr wurden von 100 auf 50 Millionen zusammengestrichen, das AMS-Budget für die Qualifizierung von Asylberechtigten von 80 auf 20 Millionen Euro gekürzt. Die 20 Millionen Euro die Ministerin Schramböck jetzt groß verkauft, sind lachhaft. Wo hat man dieses Geld im bestehenden Budget denn zusammengekratzt?“

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