VCÖ-Mobilitätspreis Österreich für Wohnsiedlung in Zell am See

321 innovative Projekte eingereicht, 13 Projekte prämiert

Wien (OTS) - Diesjähriger Gesamtsieger von Österreichs größtem Wettbewerb für nachhaltige Mobilität ist die Stadtgemeinde Zell am See mit der Wohnsiedlung „Sonnengarten Limberg“. Die Wohnanlage umfasst 200 Wohnungen, wird 2019 fertiggestellt und setzt das Konzept der kurzen Wege um. In der Siedlung gibt es unter anderem einen Kindergarten, ein Lebensmittelgeschäft und verschiedene Dienstleistungen. Die Anlage wird E-Carsharing und E-Fahrräder zum Ausleihen anbieten, ist optimal an das Radwegenetz angeschlossen und beim Einzug gibt es ein Infopaket mit Gutscheinen für den Öffentlichen Verkehr.

VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak gratuliert dem Gesamtsieger: „Ein für Gemeinden und Kleinstädte vorbildliches Projekt. Acht von zehn Alltagswegen beginnen oder enden zu Hause. Wohnbau und Siedlungsentwicklung sind große Hebel, um Verkehrsprobleme nachhaltig zu lösen und um den Verkehr auf Klimakurs zu bringen.“

Die Kategorie „Arbeitswelt“ hat Infineon für das erfolgreiche Mobilitätsmanagement am Standort Villach gewonnen. Bis zu 600 Beschäftigte fahren mit dem Rad zur Arbeit, viele sind auf Öffentliche Verkehrsmittel oder auf Fahrgemeinschaften umgestiegen. Pro Tag legen die Österreicherinnen und Österreicher rund 3,5 Millionen Autofahrten am Weg zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause zurück, weist der VCÖ auf das große Potenzial von betrieblichem Mobilitätsmanagement hin.

Elf weitere Projekte wurden gestern Abend in Wien ausgezeichnet: DHL Express Austria für umweltfreundliche Logistik, der Verkehrsverbund Vorarlberg für das neue Ticketsystem FAIRTIQ, die Stadtgemeinde Lienz für das geplante Mobilitätszentrum, die Salzburg AG und die Marktgemeinde Grödig für den eObus, das Umweltbundesamt, die TU Wien, die Universität Salzburg, der Verein "Radvokaten" für das Konzept eines Radspielplatzes und Jürgen Sorger für seine Abschlussarbeit am FH Joanneum Kapfenberg.

Die Kategegorie "Internationale Vorbildprojekte" hat RYTLE aus Bremen für emissionsfreie Stadt-Logistik gewonnen. Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und wird vom VCÖ in Kooperation mit bmvit, BMNT und ÖBB durchgeführt.

Bmvit-Sektionschef Herbert Kasser betont: „Die Klimaziele im Verkehr erreichen wir, in dem wir gemeinsam alle vorhandenen Weichen in Richtung Dekarbonisierung stellen – das heißt die Nutzung emissionsfreier Fahrzeuge forcieren, von der Digitalisierung profitieren, und mit Fokus auf die Kunden dafür sorgen, dass der Öffentliche Verkehr auch in Zukunft das nachhaltige Rückgrat des Verkehrssystems bildet.“

Evelyn Palla (Vorstand ÖBB-Personenverkehr AG) gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern: „Die ÖBB entwickeln den Öffentlichen Verkehr als Österreichs größter Mobilitätsdienstleister ständig weiter. Dazu benötigen wir in allen Bereichen starke Partner, die eine Vielzahl an innovativen Projekten umsetzen. Die ÖBB unterstützen daher seit Jahren mit großer Überzeugung die Prämierung dieser Projekte im Rahmen des VCÖ-Mobilitätspreises.“

„Der Verkehrsbereich steht vor großen Umbrüchen. Digitalisierung, Automatisierung, E-Mobilität und Sharing werden die Mobilität stark verändern. Die Energiewende und Verkehrswende sind auch nötig, um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können“, betont VCÖ-Geschäftsführer Nowak.

Um den Verkehr auf Klimakurs zu bringen, ist der Beitrag aller Akteurinnen und Akteure wichtig. Die beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Verkehrsprobleme klimaverträglich lösbar sind. Informationen zu den ausgezeichneten Projekten auf www.vcoe.at

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