VCÖ-Mobilitätspreise für Niederösterreich verliehen

LR Schleritzko: Projekte zeigen, dass Mobilität klimafreundlich und nachhaltig funktioniert und jeder Verantwortung trägt

St. Pölten (OTS/NLK) - Der VCÖ, Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko und die ÖBB haben gestern drei vorbildliche Mobilitätsprojekte aus Niederösterreich mit dem VCÖ-Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet. Die Gewinner sind die Volksschule Gloggnitz für ein Maßnahmenpaket zur Verringerung der Elterntaxis, die Stadtgemeinde Wiener Neudorf für ihr Mobilitätskonzept und ein Projekt zum Verleih von Transport-Fahrräder im Mostviertel. „Wir haben Projekte ausgezeichnet, die eines ganz klarmachen: Wir alle tragen Verantwortung dafür, wie wir uns von A nach B bewegen. Dass das klimafreundlich und nachhaltig geht und es keine Ausreden gibt, wird hier eindrucksvoll von Klein und Groß unter Beweis gestellt“, so Landesrat Ludwig Schleritzko im Rahmen der Preisverleihung.

„Gesellschaft.Wandel.Mobilität“ lautet das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises, der vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Niederösterreich und den ÖBB durchgeführt und von WEB Windenergie unterstützt wird. „Der Verkehrsbereich steht vor großen Umbrüchen. Digitalisierung, Automatisierung, E-Mobilität und Sharing werden die Mobilität stark verändern. Die Energiewende und Verkehrswende sind auch nötig, um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können. Die heutigen Preisträger zeigen, wie unsere Mobilität klimaverträglicher werden kann“, gratuliert VCÖ-Sprecher Christian Gratzer den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Landesrat Schleritzko gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern und gab den Kurs für Niederösterreichs Mobilitätspolitik vor: „Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Unsere Aufgabe ist es, diese so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Wir in Niederösterreich schaffen das durch serviceorientierte Angebote, nachhaltige Investitionen und Innovation. Und wir geben uns mit dem Status Quo auch nicht zufrieden, sondern wollen weiterhin noch besser werden.“

Die Volksschule Gloggnitz wurde mit dem VCÖ-Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet, weil umfassende Maßnahmen umgesetzt wurden, um die Zahl der Elterntaxis zu reduzieren. Unter anderem wird der Schulvorplatz zeitweise geschlossen und es gibt nun einen Pedibus mit zwei Linien, der sich aus ungefähr 20 Kindern und zehn freiwilligen Begleitpersonen zusammensetzt. Der Schulgemeinschaft ist es in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gloggnitz, dem Mobilitätsmanagement von NÖ.Regional und vielen weiteren Partnern gelungen, dass mehr Kinder umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Öffentlichen Verkehr zur Schule kommen.

Die Marktgemeinde Wr. Neudorf erhielt für ihr Mobilitätskonzept den VCÖ-Mobilitätspreis NÖ. Dieses sieht eine Umverteilung des Straßenraums zugunsten von Gehen und Radfahren sowie die Förderung des Öffentlichen Verkehrs vor und wurde unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsmanagement von NÖ.Regional erstellt. Breitere Gehwege, Ausbau des Radwegenetzes, Verbesserungen beim Öffentlichen Verkehr und Bauträger sind bei Neubauten verpflichtet, Maßnahmen zur nachhaltigen Verkehrsentlastung zu ergreifen, beispielsweise in Form von Jahreskarten für den Öffentlichen Verkehr.

Auch das im Mostviertel umgesetzte Projekt „KlimaEntLaster“ wurde mit dem VCÖ-Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet. Dabei können Gemeinden und Betriebe in der Region den Einsatz von Transport-Fahrrädern testen. Unter anderem haben die Gemeinden Waidhofen/Ybbs, Allhartsberg, das Jugendzentrum St. Valentin und das Blumengeschäft Habersohn in Amstetten ein Transportrad getestet. Die Erfahrungen werden danach evaluiert und Betrieben und Gemeinden zur Verfügung gestellt. Der VCÖ weist auf die Ergebnisse einer Studie des deutschen Verkehrsministeriums hin, wonach im Wirtschaftsverkehr bis zu 23 Prozent der Fahrten aufgrund ihres Gewichts, Volumens und der Distanz klimaverträglich auf Transport-Fahrräder verlagert werden können.

Ing. Werner Baltram, von der ÖBB-Infrastruktur AG gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern und betont: „Die ÖBB haben die Aufgabe, umweltfreundliche innovative Mobilität zu gewährleisten und im Sinne der Kundinnen und Kunden die Bahn als wichtiges Glied in der Mobilitätskette weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund investieren wir in den nächsten Jahren rund 3,1 Milliarden Euro in das Schienennetz in Niederösterreich.“

Informationen zu den ausgezeichneten Projekten gibt es auch unter www.vcoe.at

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