Mangelberufsliste – Lercher: Wirtschaft bestellt, Konzernkanzler Kurz liefert, Vize Strache fällt um

Hochrangige FPÖ-Funktionäre haben Übersicht über Strache-Umfaller verloren – ÖVP/FPÖ wollen Billigarbeitskräfte aus Drittstaaten holen

Wien (OTS/SK) - Mit Erstaunen reagiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher auf die gestrige Kritik des Präsidenten der Freiheitlichen Wirtschaft Karl Baron an Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer wegen dessen Forderung nach einem Fachkräftezuzug. „Anscheinend hat selbst der höchste Wirtschaftsvertreter in der FPÖ keine Übersicht mehr darüber, wie oft sein Chef Strache schon umgefallen ist. Oder er hat keine Ahnung, was eine Regionalisierung der Mangelberufsliste, wie sie die schwarz-blaue Regierung plant, bedeutet. Statt das europäische Fachkräftepotenzial zu nutzen sowie in Beschäftigungsmaßnahmen für die 300.000 heimischen Arbeitssuchenden zu investieren, wollen ÖVP und FPÖ Billigarbeitskräfte aus Drittstaaten nach Österreich holen. Das Schema schwarz-blauer Politik ist immer das gleiche: die Wirtschaft bestellt, Konzernkanzler Kurz liefert, Vize Strache fällt um und die FPÖ verrät all ihre Grundsätze und WählerInnen“, kritisiert Lercher heute, Donnerstag. ****

Durch das Heraufbeschwören eines in dieser Form überzogenen Fachkräftemangels versuche die Regierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine „Regionalisierung der Mangelberufsliste zu rechtfertigen und somit Lohndumping über die Rot-Weiß-Rot-Karte Tür und Tor zu öffnen“, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. „Die regionalen Unterschiede und Herausforderungen am Arbeitsmarkt können nicht mit Billigarbeitskräften aus dem Ausland gelöst werden. Schwarz-Blau orientiert sich wiedermal nur an den Wünschen der Wirtschaftstreibenden, die als einziger davon profitieren, wenn künftig das Lohnniveau gehörig gedrückt wird. Arbeitssuchende Menschen in Österreich werden im Regen stehen gelassen, wichtige Maßnahmen wie der Beschäftigungsbonus und die Aktion 20.000 einfach gestrichen“, stellt Lercher fest.

„Dass sogar der Präsident der FPÖ-Wirtschaft nicht mehr weiß, wofür seine Partei eigentlich steht, ist verständlich. Fallen doch die FPÖ-Regierungsvertreter, allen voran Vize Strache, regelmäßig um und ändern politische Positionen nach Belieben des ÖVP-Kanzlers. Im Wahlkampf posaunten die Blauen laut ‚Keine Zuwanderung‘, jetzt wollen sie den Arbeitsmarkt mit Billiglohnkräften aus dem EU-Ausland fluten“, sagt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. (Schluss) mr

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