Muchitsch: „Mit Regionalisierung der Mangelberufsliste und neuer Rot-Weiß-Rotkarte schießt sich Schwarz-Blau ins eigene Knie“

Wien (OTS/SK) - „Diese Bundesregierung steuert Österreich in eine neue Rekordarbeitslosigkeit. Im Wahlkampf haben Kurz und Strache den Menschen noch das Blaue vom Himmel mit weniger Zuwanderung am Arbeitsmarkt versprochen. Was sie jetzt mit der Regionalisierung der Mangelberufsliste und Aufmachen des Arbeitsmarktes über die Rot-Weiß-Rotkarte machen, ist ein Schuss ins Knie. Bei einer Regionalisierung der Mangelberufe werden Massenberufe zu Mangelberufen erklärt. Da geht es nicht mehr um Facharbeiter, sondern hier geht es nur mehr um das Hereinholen von Billigarbeitskräften. Denn da geht es um Berufe wie GebäudereinigerInnen oder FensterputzerInnen, da brauch ich keine Facharbeiterausbildung“, stellte SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch zu der von Schwarz-Blau angekündigten „Joboffensive“ mit Regionalisierung der Mangelberufe klar. ****

Zudem bedeuten mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland bei Konjunkturabschwung auch mehr Arbeitslose in Österreich, so Muchitsch. „Warum setzt die Regierung nicht Hirn und Herz ein und blickt zurück bis 2008, wo es nach der Finanz- und Wirtschaftskrise einen wirtschaftlichen Aufschwung in Österreich gab und es durch die Arbeitsmarktöffnung 2011 zu einem verstärkten Zustrom von Arbeitskräften aus Osteuropa gekommen ist. Erinnern wir uns zurück:
Anfangs stieg die Beschäftigung, also auch das Angebot an Arbeitskräften, stark an und danach folgte das Gedränge auf dem Arbeitsmarkt und eine steigende Arbeitslosigkeit“, erinnerte Muchitsch. Früher dagewesene, zugewanderte und ältere ArbeitnehmerInnen wurden damals in die Arbeitslosigkeit gedrängt.

„Ziel muss es sein, bei den 344.000 arbeitssuchenden Menschen in Österreich in Ausbildung und Beschäftigungsmaßnahmen zu investieren anstatt Beschäftigungsbonus, Aktion 20.000 und die Ausbildungsgarantie zu killen“, kritisierte Muchitsch die herz- und hirnlose schwarz-blaue Politik und forderte vielmehr, „jene Menschen in Beschäftigung zu bringen, die jetzt in unserem System Arbeit suchen, bevor wir die Türen für mehr Zuwanderung am Arbeitsmarkt aufmachen.“

Österreich geht einen gesellschaftlich und wirtschaftlich total falschen Weg. „Deutschland etwa setzt ein vier Milliarden Programm für Langzeitarbeitslose um, mit dem Ziel 40.000 langjährige Hartz IV-Bezieherinnen und -Bezieher in Jobs zu bringen, während die österreichische Bundesregierung Menschen – von jungen Asylwerbern, bis hin zu Langzeitarbeitslosen mit 50 plus - aus Jobs in Österreich drängt“, so Muchitsch. (Schluss) up/sl/mp

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