Neue Diakonie-Direktorin: „Wer früh hilft, hilft doppelt und dreifach.“

Moser will zum Amtsantritt Bedürfnisse und Rechte von Kindern ins Zentrum stellen

Wien (OTS) - „Soziale Investitionen lohnen sich – generell – und für Kinder und Jugendliche ganz besonders“ betont die neue Diakonie-Direktorin, Maria Katharina Moser auf ihrer Pressekonferenz zum Amtsantritt. Deshalb will sie bei ihren ersten Vorhaben einen Schwerpunkt auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen setzen.

„Ein Grundprinzip der Diakonie ist: Zuerst brauchen Menschen Wertschätzung und Unterstützung, damit sie ihre Begabungen entwickeln und ihren Beitrag leisten können“, so Moser.

Niemanden sprachlos lassen!

Ein gutes Beispiel ist Liam (8). Er ist ein „Einserschüler“. Den Umstand, dass er in die Schule gehen und gute Noten haben kann, verdankt er seinem Sprachcomputer. Liam hat seit seiner Geburt eine schwere Behinderung. Einer von jenen rund 63.000 Menschen in Österreich, die mit Sprachbehinderungen oder Einschränkungen in der Lautsprache leben.

Diese Menschen sind nicht sprachlos, dank moderner technischer Hilfsmittel können sie kommunizieren. „Nachdem sich die Diakonie nun seit bald zehn Jahren gemeinsam mit dem Verbund für den Rechtsanspruch auf Assistierende Technologien und Unterstützte Kommunikation einsetzt, ist es nun wirklich an der Zeit, dass die Politik und die öffentliche Hand ihre Verantwortung übernehmen,“ so Moser. Die Diakonie fordert deshalb erneut einen Rechtsanspruch auf assistierende Technologien, eine Anpassung des Hilfsmittelkatalogs auf den aktuellen Stand der Technik und eine zentrale Anlaufstelle für alle Betroffenen.

Frühe Hilfen unterstützen Eltern so früh wie möglich und umfassend

Weiters fordert Diakonie-Direktorin Moser den österreichweit flächendeckenden Ausbau Früher Hilfen. Frühe Hilfen unterstützen Eltern von 0-3 jährigen Kindern in psychosozial schwierigen Situationen. Sie helfen, damit sie ihre Kinder gut und verlässlich versorgen und eine sichere und liebevolle Bindung zu ihnen aufzubauen können. „Die „Frühen Hilfen“ müssen flächendeckend im Regelsystem verankert werden,“ so Moser. Und weiter: „Soziale Investitionen in dieser frühen Phase zahlen sich aus. Für das Kind, für die Mutter und den Vater. Und auch insgesamt für die Gesellschaft. Sie haben eine enorme Hebelwirkung: Ein investierter Dollar hat eine Rendite von 8, in besonderen Fällen bis zu 16 Dollar“.

Mehr Ressourcen für Kinder aus einkommensarmen Familien und für benachteiligte Schulstandorte

Außerdem nimmt die Diakonie auch jene 50.000 sechs- bis Neunjährigen und 80.000 zehn- bis 14jährigen Kinder in den Blick, die in einkommensarmen Haushalten leben. „Die Auswirkungen von Armut auf Gesundheit, sowie auf Chancen und Teilhabe bei Kindern sind massiv“, so Moser.

Deshalb schlägt die Diakonie vor: „Direkte finanzielle Unterstützung durch soziale Transferleistungen müssen Hand in Hand gehen mit infrastrukturellen Maßnahmen“. „Es darf bei Kindern aus Familien in Mindestsicherung keinesfalls gekürzt werden. Außerdem ist dringend ein Chancenindex für benachteiligte Schulstandorte geboten“, so Moser abschließend.

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