Rekord bei Sonnenstromproduktion in Niederösterreich

LH-Stv. Pernkopf: Fast 34.000 Photovoltaik-Anlagen in Betrieb

St. Pölten (OTS/NLK) - In Niederösterreich ist so viel Sonnenstrom im Netz wie nie zuvor. In den vergangenen drei Monaten wurden 90.000 Megawattstunden Strom mit der Kraft der Sonne produziert. Am besten Sonnentag konnten zur Mittagszeit bereits knapp 18 Prozent unseres Strombedarfs aus Sonnenenergie gedeckt werden. Die vielen Sonnenstunden in den letzten drei Monaten verhalfen den Sonnenkraftwerken zu neuen Produktionsrekorden, doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb der Sonnenstrom immer mehr zu einer wichtigen Säule der NÖ Energiewende wird: Auch der kontinuierliche Ausbau der Sonnenkraftwerke sorgt für den Rekord – innerhalb von fünf Jahren hat sich die Sonnenstromproduktion in Niederösterreich verfünffacht. Insgesamt haben die 33.800 Photovoltaik(PV)-Anlagen in Niederösterreich in den Monaten Juni, Juli und August 90.000 Megawattstunden erzeugt. Damit können über 52.000 Elektroautos bei einer Jahreskilometerleistung von 12.000 Kilometern ein Jahr lang fahren.

„Schon seit Jahren verfolgen wir in Niederösterreich den Ausbau erneuerbarer Energien und sorgen dafür, dass die Wirtschaft angekurbelt und gleichzeitig der Klimaschutz forciert wird. Seit 2015 decken wir in Niederösterreich 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energieträgern. Der Sonnenstromrekord bestätigt einmal mehr unser Tun“, freut sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Strom ist ein besonders vielseitiger Energieträger und kann gerade in Elektromotoren sehr effizient verwendet werden. Er kann Wärmepumpen und Elektroautos antreiben und dadurch die fossilen Energieträger in beiden Bereichen reduzieren. Vor allem im Mobilitätsbereich sind große Hoffnungen damit verbunden: Elektroautos, die mit erneuerbarer Energie fahren, könnten den motorisierten Individualverkehr revolutionieren und umweltverträglicher gestalten.

Der Photovoltaik-Ausbau in Niederösterreich ist ab sofort zudem wesentlich erleichtert: Aufdach-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 200kWpeak brauchen keine Genehmigung mehr. „Weniger Zettelwirtschaft, mehr erneuerbare Energie: Dieser Bürokratieabbau macht es den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern nun erheblich einfacher, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Durch diese wesentliche Vereinfachung erwarten wir uns einen noch stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energie in Niederösterreich und einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Energiewende“, ergänzt Pernkopf.

Die Erleichterungen wurden durch Änderungen in der Bauordnung und im Elektrizitätswesengesetz Ende Juni im NÖ Landtag beschlossen und sind nun in Kraft getreten. Anlagen mit Leistungen bis zu 200 Kilowatt, das sind Anlagen mit bis zu 1.500 Quadratmeter Modulfläche, sind ab sofort genehmigungsfrei, Anlagen über 50 Kilowatt (kW) brauchen gemäß Bauordnung nur noch schriftlich angezeigt werden.

Sonnenstrom kann längst mit anderen Energieträgern mithalten, vor allem der seit 2011 um mehr als die Hälfte gefallene Modulpreis ist dafür verantwortlich. Die Rentabilität einer PV-Anlage hängt vor allem auch davon ab, wie viel des produzierten Stroms selber verwendet wird, da dieser Strom dann nicht mehr vom öffentlichen Netz zugekauft werden muss. Wie man seinen Eigenstromanteil erhöht und die PV-Anlage am besten ins Erscheinungsbild des Hauses integriert, weiß die Energieberatung Niederösterreich. „Die Berater und Beraterinnen der Energie- und Umweltagentur geben firmenunabhängig Auskunft über die wichtigsten Maßnahmen und informieren über die bestehenden Förderungen“, ergänzt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Die Energieberatung NÖ steht dabei unter der Hotline 02742 22 144 als Ansprechstelle zur Verfügung und berät umfangreich und firmenunabhängig. Sie bietet sowohl Privatpersonen als auch Gemeinden umfangreiche Beratung und Informationen.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at, bzw. Energie- und Umweltagentur NÖ, Philipp Hebenstreit, Telefon 02742/219 19, E-Mail philipp.hebenstreit@enu.at, www.enu.at

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