Hammerschmid warnt davor, dass Regierung soziale Spaltung durch falsche Bildungspolitik verschärft

SPÖ-Bildungssprecherin fordert von Faßmann, dass er auf ExpertInnen der OECD hört

Wien (OTS/SK) - Heute hat die OECD die Detailergebnisse für Österreich aus ihrer Bildungsstatistik „Bildung auf einen Blick“ veröffentlicht. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid verbindet das mit der dringenden Aufforderung an ÖVP-Bildungsminister Faßmann, sich die Erkenntnisse und Empfehlungen der ExpertInnen zu Herzen zu nehmen. Sie warnt davor, dass die blau-schwarze Regierung bereits erzielte Verbesserungen mutwillig aufs Spiel setzt, insbesondere durch die Kürzungen bei den Integrationsmaßnahmen, dem Ausbau der Ganztagsschulen und der Ausbildungsgarantie. „Zudem werden bestehende Schwächen, nämlich dass Bildung in Österreich sehr stark vererbt wird, durch die Maßnahmen der Bundesregierung verschärft“, sagt die SPÖ-Bildungssprecherin. ****

„Schwarz-Blau macht nur Politik für die Reichen, die Mittelschicht schaut durch die Finger“, kritisiert Hammerschmid. Nachdem die OECD erneut zeigt, dass Bildung in Österreich immer noch vererbt wird – also die Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien an den Universitäten stark unterrepräsentiert sind –, werden die schon beschlossenen Studiengebühren für berufstätige Studierende und die offensichtlich geplanten AHS-Aufnahmeprüfungen die Situation noch verschärfen, warnt Hammerschmid. Wichtig wäre, die ganztägigen Schulen auszubauen. „Das ist eine einfache und extrem wirksame Maßnahme für soziale Gerechtigkeit“, sagt Hammerschmid, „aber die Regierung streicht genau dafür die Mittel“.

Zudem werde jetzt eine der großen Stärken Österreichs gefährdet. Denn durch die Ausbildungspflicht und Ausbildungsgarantie gibt es in Österreich nur sehr wenige Jugendliche, die nicht in der Schule, in einem Beruf oder einer Ausbildung sind. „Was macht die Regierung? Sie streicht die Mittel für die Ausbildungsprogramme für Jugendliche zusammen, sie streicht Mittel für Integration, und warum Faßmann glaubt, dass man mit weniger DeutschlehrerInnen bessere Ergebnisse erzielen wird, bleibt ein Rätsel“, so Hammerschmid.

Das Resümee der SPÖ-Bildungssprecherin: „Alle wissen, was für unsere Kinder und Jugendlichen richtig wäre. Die ExpertInnen der OECD belegen jetzt aufs Neue, dass soziale Gerechtigkeit ganz eng mit gezielter Förderung und Chancengerechtigkeit in der Bildung – von Kindergarten und Schule, bis zur Berufsausbildung und Universität zu tun hat. Was die Regierung macht, ist nicht mehr nur fahrlässig, sondern schon mutwillig: Sie schwächt bestehende Stärken unseres Bildungssystems und vertieft die soziale Spaltung.“ (Schluss) up/wf/mp

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