NEOS zu OECD-Bildungsstudie: Regierung muss Reformstau auflösen

Claudia Gamon: "Trotz des ernüchternden Berichts sind Lösungen und Reformvorhaben vonseiten der schwarz-blauen Regierung weiterhin nicht in Sicht"

Wien (OTS) - Die heute präsentierten Ergebnisse der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ zeigen erneut, dass die Entwicklung in Österreichs Bildungssystem auf allen Ebenen stagniert. „Trotz dieses ernüchternden Eindrucks sind Lösungen und Reformvorhaben vonseiten der schwarz-blauen Regierung weiterhin nicht in Sicht. Das Zukunftsthema Bildung ist für ÖVP und FPÖ eine Nebensächlichkeit. Das zeigt sich besonders eindrücklich an den Bildungsausgaben, die seit Jahren stagnieren“, zeigt NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon auf. Auch die jährliche wiederkehrende Feststellung, dass Österreichs Lehrerschaft im OECD-Schnitt sehr alt ist, verhalle ungehört. So sind beispielsweise in der AHS-Unterstufe bzw. Neuen Mittelschule 49 Prozent der Lehrer_innen mindestens 50 Jahre alt, im OECD-Schnitt sind es nur 35 Prozent. „Damit verschärft sich der ohnehin schon akute Lehrermangel nur noch weiter. Auch hier hat die Regierung keinerlei Antworten parat,“ so Gamon.

Die NEOS-Wissenschaftssprecherin weist zudem auch auf die Probleme des Hochschulbereichs hin: „Österreich hat nicht nur einen geringeren Anteil an Akademikerinnen und Akademikern, sondern weist auch eine sehr geringe soziale Durchlässigkeit auf. Das ist seit Jahren bekannt - und hat offensichtlich nichts mit Studiengebühren zu tun. Tatsächlich wäre ein Modell nachgelagerter Studiengebühren kombiniert mit einer echten kapazitätsorientierten Studienplatzfinanzierung nicht nur sozial treffsicherer, sondern würde auch den Hochschulen in der Planung und Entwicklung helfen.“

In Kombination mit mehr privaten Mitteln für Wissenschaft und Forschung könne so der Standort Österreich deutlich aufgewertet und auch für kommende Generationen abgesichert werden. „Nun ist es an der Bundesregierung endlich im Sinne der Generationengerechtigkeit an die Zukunft Österreichs zu denken und die längst überfälligen Reformen anzupacken. Wir müssen in Lehre und Forschung investieren und wollen ausgezeichnete Hochschulen und Studierende, die Chancen unabhängig von ihrer Bildungsherkunft erhalten“, so Gamon abschließend.

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