„WELTjournal +“ am 12. September: „Rechtsextreme von nebenan – Gewalt in Deutschland“

Ab 23.30 Uhr in ORF 2, danach präsentiert Ernst Gelegs „Mein Budapest“

Wien (OTS) - Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz zeigt sich, wie stark die rechtsextreme Szene in Ostdeutschland angewachsen ist und wie unverhohlen sie auftritt. Jahrelang konnten sich Neonazis und Hooligans – von den Behörden offenbar weitgehend unbehelligt – organisieren. Auch die Terrorgruppe NSU, die zehn Menschen ermordet hat, und die sogenannte Freital-Gruppe waren bis zu ihrer Enttarnung in Sachsen aktiv. NSU-Hauptangeklagte Beate Zschäpe ist mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt worden, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Mitglieder der rechtsextremen Freital-Gruppe, die Sprengstoffanschläge gegen Flüchtlinge und gegen Menschen, die Asylwerbern helfen, verübt hatten, erhielten bis zu zehn Jahre Haft. „WELTjournal +“ zeigt am Mittwoch, dem 12. September 2018, um 23.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Rechtsextreme von nebenan – Gewalt in Deutschland“ der BBC über einen der beiden Haupttäter der Freital-Gruppe, den 26-jährigen Patrick Festing. Die Filmemacher untersuchen, wie die Bevölkerung von Freital zu den Terroristen von nebenan steht: dabei begegnen die Reporter neben Ablehnung auch einem gewissen Verständnis und der Behauptung, die Neonazis seien selbst Opfer des Staates.

Seit 5. September gibt es in „WELTjournal Spezial“ ein Wiedersehen mit zehn EU-Städteporträts der ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten, in Folge 2 präsentiert Ernst Gelegs um 0.15 Uhr „Mein Budapest“. Budapest, die Hauptstadt unseres Nachbarlandes Ungarn, wird oft mit Wien verglichen. Beide Städte sind etwa gleich groß, beide haben rund 1,8 Millionen Einwohner und vor allem teilen Wien und Budapest eine gemeinsame Vergangenheit aus k. u. k. Zeiten – sichtbar und spürbar in Architektur, Kaffeehauskultur und Kulinarik. ORF-Osteuropa-Korrespondent Ernst Gelegs hat selbst ungarische Wurzeln und lebt seit vielen Jahren in Budapest. Über die Schwierigkeiten, mit denen er als kritischer Berichterstatter im heutigen Ungarn unter der nationalkonservativen Regierung Orbans konfrontiert ist, hat er ein Buch geschrieben. Gelegs zeichnet ein schillerndes Porträt seiner Stadt und beleuchtet den Konflikt um den Bau eines Denkmals zur NS-Besatzung auf dem Budapester Freiheitsplatz, das nach Ansicht von Kritikern Ungarn als reines Opfer darstellt und die ungarische Beteiligung am Holocaust ausblendet.

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