Korosec/Hungerländer ad U-Kommission: Zeugin Ederer: Widersprüche bei Errichtungskosten

Verhandlungen haben einem Bazar geglichen - Ederer: Know-How Verlust als zentrales Problem

Wien (OTS) - „Es wird einmal mehr klar, dass die Verhandlungen beim PPP-Modell nach den bisherigen Zeugenaussagen einem Bazar geglichen haben“, hält Gesundheitssprecherin Gemeinderätin Ingrid Korosec im Rahmen der heutigen U-Kommission zum Krankenhaus Nord fest. Die heutige erste Zeugin, die ehemalige Siemens Generaldirektorin Brigitte Ederer, sagte zunächst aus, dass die 825 Millionen Euro Errichtungskosten des KH Nord nicht fix waren. Die deutsche Konzernmutter hätte die Risiken im Zuge des PPP-Modells nicht übernehmen wollen und hat sich über das Ende des PPP-Modells sogar gefreut.

„Hier gibt es jedoch einen Widerspruch: denn der ehemalige Porr-Generaldirektor Wolfgang Hesoun hat bei seiner Einvernahme davon berichtet, dass das Bieter-Konsortium das KH Nord um 825 Millionen Euro errichten - und 2015 in Betrieb nehmen wollte“, so Korosec weiter. Ederer gab zudem zu Protokoll, dass man sich mit den 825 Millionen Euro sehr stark angenähert hatte und es sich somit um eine realistische Summe gehandelt habe.

„Ederer berichtet weiters davon, dass seit dem letzten großen Spitalsbau in Wien - vor dem Krankenhaus Nord - so viel Zeit vergangen ist, dass kein Know-How mehr im KAV bestanden hat. Hier stellen sich zwei Fragen für uns: Wieso konnte dieses Know-How nicht erhalten werden? Hier ist insbesondere die Rolle der Stadträtinnen Brauner und Wehsely zu klären. Und: Wieso war der KAV trotz alledem überzeugt, dass man das KH Nord selbst errichten kann“, fragt sich Gemeinderätin Caroline Hungerländer, Ersatzmitglied in der U-Kommission.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Michael Ulrich
Leitung Kommunikation
+43 650 6807609
michael.ulrich@wien.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002