Wiener Tierschutzverein: Verwahrloste Kaninchen in Vösendorf ausgesetzt

Zwei „abgestellte“ Kaninchen wurden von Passantin entdeckt. Die Tiere dürfen sich nun im WTV erholen.

Vösendorf (OTS) - In einem Pappkarton mussten am Wochenende zwei Kaninchen in Vösendorf (Bezirk Mödling, Niederösterreich) ausharren. Unbekannte hatten sie nahe eines bewaldeten Gebietes ausgesetzt. Zu lange wie es scheint, denn die Tiere konnten sich anscheinend selbst aus dem Karton befreien und hoppelten frei herum. Sie wurden schließlich von einer Spaziergängerin entdeckt, aufgesammelt und in den Wiener Tierschutzverein (WTV) gebracht. 

Dort wurden die Tiere eingehend untersucht. Die Kaninchen, ein Männchen und ein Weibchen, befanden sich in einem sehr verwahrlosten Zustand. Die Krallen der Tiere waren viel zu lang und sind augenscheinlich lange Zeit nicht gepflegt worden. Ebenso wie das verfilzte Fell und die mit Kot und Urin verklebten Afterbereiche der Tiere. Außerdem sind die Zähne beider Kaninchen in schlechtem Zustand und bedürfen dringend einer Sanierung. Zudem leiden beide Tiere unter starkem Übergewicht, was die Vermutung nahelegt, dass die Tiere auf engstem Raum mit wenig Möglichkeit zur Bewegung gehalten wurden. Besonders das Weibchen ist derart fettleibig, dass auch dies schon sehr an Tierquälerei grenzt. Das Männchen wies zudem eine kleine Wunde aufgrund einer ausgerissenen Kralle am rechten Hinterbein auf.

Cookie und Amadeus, so die neuen Namen der Tiere, wurden behandelt, gereinigt und geimpft, ein Termin für die Zahnsanierung steht ebenfalls bereits fest. Auch die Wunde an Amadeus‘ Bein wurde versorgt. Nun darf sich das Pärchen im WTV-Kleintierhaus von dem Stress erholen, allerdings gilt es vorerst, strikt Diät zu halten, um etwas Gewicht zu verlieren. Nach Ablauf der gesetzlichen Fristen können die beiden zu liebevollen, neuen Besitzern ziehen.

Der Wiener Tierschutzverein (WTV) mahnt in diesem Zusammenhang erneut, sich die Anschaffung eines Haustieres bereits im Vorfeld genau zu überleben. „Das Aussetzten eines Tieres ist strafbar und darf niemals eine Lösung sein“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. 

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