Rübig zu Roaming: Hohe Einkaufspreise gefährden gesunden Wettbewerb

Brauchen faire Bedingungen am europäischen Telekom-Markt/Aufschläge für Telefonate ins Ausland abschaffen

Wien (OTS) - 07. September 2018 Auf einem Treffen der Europäischen Volkspartei zum Thema "Fairness in Europa" vor dem Wochenende lenkte der ÖVP-Europaabgeordnete und Mister Roaming, Paul Rübig, den Fokus unter anderem auf die nötige Fairness am Telekommarkt: "Aus Sicht der Konsumenten ist die Abschaffung der Roaming-Aufschläge im EU-Ausland ein voller Erfolg. Jetzt werden wir beharrlich weiter daran arbeiten, dass auch Zuschläge für Telefonate ins EU-Ausland abgeschafft werden. Und die Marktbedingungen für kleine Telekombetreiber müssen an das veränderte Nutzungsverhalten angepasst werden", sagt Rübig in Gegenwart von EU-Telekomkommissarin Marija Gabriel.

"Telefonie und Datennutzung sind im Roaming heute auf Rekordniveau", sagt Rübig. Laut Österreichs Telekom-Regulator RTR ist allein das Volumen des Daten-Roamings im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 342 Prozent gewachsen. Die Rechnung dafür zahlen aber vor allem kleinere Telekombetreiber. Denn sie müssen die Roamingminuten und -daten oft teurer im EU-Ausland einkaufen, als sie von den Kunden dafür verlangen können.

"Dabei sind kleinere Betreiber, die häufig nur national agieren, in vielen Ländern ausschlaggebend für einen gesunden Wettbewerb und eine attraktive Preislandschaft", meint Rübig. "Um diesen Wettbewerb im Sinne der Endkunden zu erhalten, müssen faire Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer herrschen."

"Einen schönen ersten Erfolg konnten wir vor dem Sommer mit der Deckelung der Aufschläge für Telefonate ins EU-Ausland erzielen", sagt Rübig. "Der nächste Schritt muss im Sinne eine wahren, grenzenlosen Telekommarktes die gänzliche Abschaffung sein."

"Bei der geplanten Überarbeitung der Roamingverordnung 2019 muss wiederum eine rasche Absenkung der Einkaufspreise auf ein vernünftiges Niveau ins Auge gefasst werden. Nur dann bleibt "Roam like at home" für alle Endkunden in Europa ein Erfolgsmodell und der Wettbewerb am EU-Telekommunikationsmarkt lebendig", sagt Rübig abschließend.

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