Yildirim: „Frauen mit Kindern haben es am Arbeitsmarkt weiter besonders schwer“

Anfragebeantwortung zu Betreuungsbeihilfe des AMS verdeutlicht Ungleichgewicht zwischen Ländern sowie Frauen und Männern

Wien (OTS/SK) - Die Kinderbetreuungsbeihilfe des AMS soll Eltern beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen. Nationalrätin Selma Yildirim hat dazu eine parlamentarische Anfrage an Ministerin Hartinger-Klein gerichtet. „Aus der Beantwortung geht hervor, dass es Frauen mit Kindern am Arbeitsmarkt immer noch besonders schwer haben. In Tirol wurde im Vorjahr die Beihilfe zu 98,3 Prozent Frauen und nur zu 1,7 Prozent Männern gewährt. Betreuungspflichten werden weiterhin fast ausschließlich von Frauen geschultert, was gleichzeitig ein geringeres Einkommen bedeutet“, so Yildirim. ****

„Die Beihilfe des AMS ist eine gute Sache. In der Pflicht sind hinsichtlich der Kinderbetreuung allerdings vor allem Länder und Bund. Da gibt es noch viel zu tun. Das gute öffentliche Angebot in Wien beispielsweise bringt ein niedriges Fördervolumen mit sich“, weiß die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende. In Wien wurden zwischen 2013 und 2017 1140 Förderungen genehmigt, in Tirol waren es 2897. Kein Wunder, schließt doch fast die Hälfte der Kindergärten in Tirol vor 14 Uhr, an 42,5 Tagen im Jahr ist überhaupt zu.

„Dass die ÖVP-Frauenministerin angesichts dieser Fakten von Eltern mehr Einsatz und den Aufbau eines Netzwerkes fordert, ist mehr als zynisch. Von Familienfreundlichkeit keine Spur. Wir dürfen die Frauen in dieser Frage nicht alleine lassen. Viele können aufgrund unzureichender Betreuungseinrichtungen ihren Beruf nicht mehr oder nur zum Teil ausüben. Dafür bezahlen sie im weiteren Berufsleben und vor allem in der Pension einen hohen Preis“, schildert Yildirim. Sie fordert einen Ausbau der Kinderbildung- und –betreuung, der echte Vereinbarkeit möglich macht, sowie einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Wichtig sei aber auch eine gerechtere Aufteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern.
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