Vierteiliger „ORF III Themenmontag“ zum Luxusgut Wasser u. a. mit Dokupremiere „Unser Wasser – Im Griff der Konzerne“

Wien (OTS) - Österreichs Wasser zählt zu den besten der Welt – und weil Wasser längst als Luxusgut gehandelt wird, werden immer mehr Fragen dazu schlagend: Ist es gerechtfertigt, das lebenswichtige Nass zu privatisieren? Wie gut ist unser Trinkwasser tatsächlich? Wem gehört es und wer darf darüber entscheiden? Das und mehr thematisiert der „ORF III Themenmontag“ am 10. September 2018 ab 20.15 Uhr in vier Dokumentationen.

Den Auftakt macht die ORF-III-Neuproduktion „Unser Wasser – Im Griff der Konzerne“ (20.15 Uhr). Internationale Großkonzerne reißen sich um das höchst qualitative österreichische Wasser. So gehört die heimische Traditionsmarke Römerquelle schon längst zu Coca-Cola. Und auch der Branchenriese Veolia wollte eine Zeit lang auf dem Kärntner Wassermarkt mitmischen. Die Angst der Österreicher/innen vor einem Ausverkauf ihres Wassers bleibt bestehen, auch wenn der Staat nach den Aufregungen um Veolia die öffentliche Wasserversorgung in den Verfassungsrang erhoben hat. Gestalter Florian Kröppel analysiert die heimische Wassersituation und zeigt an internationalen Beispielen, wohin Privatisierung führen kann.

Die nachfolgende Dokumentation „Achtung Wasserkauf – Wie gut ist unser Trinkwasser?“ (21.05 Uhr) geht der tatsächlichen Qualität des kostbaren Elements auf den Grund. Die Dokumentation von Elin Carlsson mit Publikumsliebling und Sternekoch Nelson Müller testet Luxus-Wasser und vergleicht Glas- mit PET-Flaschen. Testpersonen arbeiten als Vieltrinker, um die Auswirkung auf ihre Gesundheit zu überprüfen. Andere vergleichen den Geschmack teurer Markenwässer mit dem von Discounterware und aus dem Wasserhahn. Wer keine Kisten schleppen will, setzt auf Sodamaschinen für zu Hause, aber ist das wirklich billiger und umweltfreundlicher?

„Wem gehört das Wasser“ (21.55 Uhr) fragt der anschließende Film von Christian Jentzsch. Denn der Kampf um den Besitz der weltweiten Reserven der lebenswichtigen Ressource unserer Erde hat längst begonnen. Mehrere Großkonzerne liefern einander ein Wettrennen um die besten Trinkwasserquellen – allen voran Coca-Cola, Pepsi und Nestlé, international der größte Lebensmittelhersteller. Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht, erklären die Vereinten Nationen. Die Getränkehersteller halten es dagegen für „blaues Gold“, ein Produkt, das seinen Preis haben müsse. Nur, wer soll dafür wie viel bezahlen – und wer verdient daran?

Eine bedrohliche Seite des Elements thematisiert die Doku „Unser Trinkwasser in Gefahr“ (22.45 Uhr). Trinkwasser ist zwar eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Österreich und Deutschland, aber es kann im Extremfall auch tödlich sein. Das zeigte der Fall von gefährlichen Bakterien im März 2016 in Bremen. Legionellen sind eine oft unterschätzte Gefahr in unserem Wasser. Sie nisten nicht nur in Kühlwerken, sondern auch in Leitungen und Duschen. Jede Wohnung kann bei falscher Wartung zum Gefahrenherd werden. Der Film von Andreas Orth gibt Tipps, wie man sich davor schützen kann.

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