Königsberger-Ludwig: Schulische Ganztagsangebote beugen Lese- und Schreibschwäche vor

Eltern haben den Erziehungs- und Schulen den Bildungsauftrag

St. Pölten (OTS) - „Etwa 60.000 Menschen in Niederösterreich haben massive Probleme beim Lesen, Verstehen von Texten, Schreiben und Rechnen. Die Gründe für den Analphabetismus sind vielschichtig. Nicht selten spielen jedoch ungünstige soziale und familiäre Bedingungen eine Rolle, aber auch die ersten Schuljahre haben einen wesentlichen Einfluss“, betont die stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, aus Anlass des morgigen Weltbildungstages.

Neben dem Anbieten entsprechender Kurse, um Defizite im Lesen, Schreiben und Rechnen im Erwachsenenleben auszugleichen, sei es deswegen notwendig, dass jedes Kind frühzeitig den besten Unterricht erhalte und optimal individuell gefördert werde. Dabei müsse es gelingen, dass die natürliche Neugier, die im Kindergarten vorhanden sei, auch in der Schule um sich greife, damit die Lust am Lernen erhalten bleibe, meint Königsberger-Ludwig. „Wir brauchen daher Ganztagsangebote in den Schulen. Nur diese werden Fehlentwicklungen hintanhalten können, wenn die Förderung zu Hause aus unterschiedlichen Gründen nicht im entsprechenden Ausmaß möglich ist“, erklärt Königsberger-Ludwig.

„Schulische Ganztagsangebote mit spezieller Förderung, wo sich Lern-und Freizeitblöcke abwechseln, sind eine gute Möglichkeit, um für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Viele Privatschulen praktizieren dieses Konzept seit eh und je und werden für ihre Erfolge in der Vermittlung von schulischen Fähigkeiten geschätzt. Außerdem bleibt bei der Ganztagsschule ‚Schule in der Schule‘ und Zeit am Abend, um zu Hause Familie zu leben“, hält Königsberger-Ludwig fest.

„Zwar können und sollen Eltern ihren Nachwuchs beim Lernen unterstützen, dennoch kommt ihnen in erster Linie die Erziehungsaufgabe zu. Den Bildungsauftrag haben hingegen die Schulen zu erfüllen. Zudem können viele Familien keine Lernhilfe aus Zeitmangel oder Überforderung leisten. Auch in diesem Zusammenhang ist die Schule gefordert, um allen Kindern die gleichen Chancen zu ermöglichen“, so Königsberger-Ludwig.
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