Alpbach-Erklärung zu Impact Investing

Echte Wirkung statt guter Absichten! Video zur "Alpbach Declaration on Impact Investing” abrufbar unter www.alpbach.org

Wien (OTS) - Beim Impact Investing fließen Gelder in Unternehmen und Organisationen, die gesellschaftliche und ökologische Probleme lösen wollen. Doch wie misst man die Wirkung dieser Investments? Von 30. bis 31. August 2018 kamen 42 internationale Expertinnen und Experten aus dem Bereich des Impact Investing im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach zusammen. Gemeinsam diskutierten sie die Grundlagen für schlagkräftiges, nachhaltiges und vertrauenswürdiges Impact Investing.

Impact Investing („wirkungsorientiertes Investieren“) hat das Potential über das nächste Jahrzehnt zu einem zwei Mrd. USD-Markt heranzuwachsen, der ein Prozent des global verwalteten Vermögens ausmacht. Dieser neue Investmentansatz bietet u.a. die Möglichkeit, die Agenda 2030 und die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) voranzutreiben, indem es beträchtliche Mengen an Kapital in Organisationen lenkt, die sich für soziale oder ökologische Ziele stark machen. Die Teilnehmer des Retreats bekräftigten, dass Grundprinzipien für das Impact Investing dringend benötigt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Investitionen in diesem Bereich ihre beabsichtige Wirkung entfalten. 

Schlussfolgerungen des Arbeitstreffens:

  • Vertrauenswürdigkeit, der Beitrag zur Wertschöpfung sowie transparente ökonomische und soziale Kriterien sind die Grundvoraussetzung dieser Investitionsform.
  • Impact Investing erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder – vom Finanzsektor, der Entwicklungszusammenarbeit, sozialen Einrichtungen sowie Menschenrechtsorganisationen u.v.m.
  • Die Erfahrungen der Endnutzer muss Ausgangspunkt des Impact Investings sein – nur so können bestmögliche positive Ergebnis sichergestellt werden und das Risiko unbeabsichtigter negativer Folgen wird minimier

Als nächster Schritt wurde festgelegt, dass die am Retreat teilnehmenden Organisationen klar und deutlich die eigene Rolle in diesem Investitionsfeld definieren. Gleichzeitig verpflichten sie sich negative Auswirkungen zu vermeiden und nach anerkannten Impact-Standards zu berichten. Auch wird die gemeinsame Arbeit an global gültigen Kriterien zu Impact Investing fortführt.

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Hintergrund: Alpbach-Retrat zu Impact Investing

Das zweitägige Arbeitstreffen in Alpbach war als Dialog konzipiert, der verschieden Stimmen aus allen Teilen der Welt und des Impact Investment versammelte. Vertreten waren Vermögensinhaber und Vermögensverwalter, Stiftungen und Philanthropen, Entwicklungsbanken und Bankinstitute, NGOs und Menschenrechtsorganisationen, Intermediäre und Berater, Impact Ventures und deren Netzwerke, Ökosystementwickler und Personen, die einschlägige Erfahrungen aus anderen Sektoren mitbrachten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer resümierten, dass dieses erste Multi-Stakeholder-Treffen einen wichtigen Schritt darstellte, um in dieser rasch wachsenden Branche Transparenz und Nachhaltigkeit sicher zu stellen. Der Alpbach-Retreat behandelte grundlegende Fragen zu Impact Investing, die auch in Zukunft einer weiteren kritischen Betrachtung bedürfen.

Veranstalter: European Forum Alpbach Foundation – Big Society Capital – BMW Foundation Herbert Quandt – CHI Impact Capital – Global Steering Group for Impact Investment (GSG) - Oxfam US; mit Unterstützung von BMW Foundation Herbert Quandt, Wallace Global Fund, Open Society Foundations und Vodafone Institute für Gesellschaft und Kommunikation. 

Rückfragen & Kontakt:

Kerstin Hosa | +43 (664) 610 63 62 | kerstin.hosa@alpbach.org

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