Schieder und Hammerschmid präsentieren Forderungspaket zum Schulstart – „Eltern finanziell und zeitlich entlasten“

SPÖ will Verdoppelung des Schulstartgeldes, Sonderurlaubstag zum Schulbeginn und Gratis-Nachhilfeangebote

Wien (OTS/SK) - Ein „Entlastungspaket für Eltern“, das die Familien besonders zu Schulbeginn zeitlich und finanziell unterstützen soll, präsentierten der gf. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid in einer Pressekonferenz am Dienstag. Ziel müsse „ein stressfreier, bestmöglicher Schulstart, frei von ökonomischem Druck“ sein, so Schieder. Konkret will die SPÖ eine Verdoppelung des Schulstartgeldes, beitragsfreie Ganztagsschulen, kostenfreie Nachhilfeangebote, die rasche Umsetzung der Digitalisierungsstrategie inklusive Tablets in den Schulen sowie einen Sonderurlaubstag für Eltern zum Schulbeginn. ****

Ein solcher Sonderurlaubstag in der Woche des Schulbeginns für Eltern von Kindern von 6 bis 12 Jahre ähnlich wie beim Pflegeurlaub soll Eltern die Zeit geben, die Kinder in die Schule zu begleiten, den Schulweg zu üben, Besorgungen zu machen und so die zeitliche Belastung verringern – die mit dem 12-Stunden-Tag nun noch höher wird, erinnert Schieder.

Was die finanzielle Belastung durch den Schulbesuch betrifft, verwiesen Schieder und Hammerschmid auf entsprechende Studien: Laut AK-Erhebung kostet dieser durchschnittlich 855 Euro pro SchülerIn und Schuljahr – „und zu Schulbeginn müssen die Eltern besonders tief in die Tasche greifen“, so der gf. SPÖ-Klubobmann. Rund 200 Euro betragen die Kosten für ein Schulkind allein beim Schulstart – für Materialien, Turngewand, Bastelbeiträge etc.

Auch Nachhilfe ist für viele Eltern eine enorme finanzielle Herausforderung. Hier sind es durchschnittlich 640 Euro im Jahr, die Eltern aufwenden – insgesamt 94 Mio. Euro im Jahr. All diese Kosten belasten nicht nur einkommensschwächere Familien, betont Hammerschmid, „sondern auch die Mittelschicht: 85 Prozent der Eltern sagen, sie sind mittelmäßig bis stark belastet“, zitiert Hammerschmid aus einer AK-Umfrage. Dazu kommen noch die Beiträge für ganztägige Betreuung, nicht selten 200 Euro und mehr pro Kind und Monat.

Die SPÖ will die finanziellen Belastungen besonders beim Schulstart abfedern: Das Schulstartgeld von 100 Euro soll auf 200 Euro verdoppelt werden. Weiters sollen flächendeckend kostenlose Nachhilfeangebote geschaffen werden. Wesentlich sei außerdem die beitragsfreie Ganztagsschule. Hammerschmid: „Viele Eltern können sich die Kosten der ganztägigen Betreuung nicht leisten. Dabei verbessern Ganztagsschulen die Lernerfolge, Nachhilfekosten sinken und die Vereinbarkeit von Beruf und Job wird erleichtert.“ Kritik übt Hammerschmid daran, dass die Regierung die Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung de facto halbiert hat. Ihre Forderung: „Zurück zum ursprünglichen Plan für den Ausbau und kostenfrei!“

Auch in Sachen Digitalisierung wünscht sich die ehemalige Bildungsministerin mehr Tempo. Sie erinnerte daran, dass die jetzt von Kanzler Kurz und Minister Faßmann präsentierte Digitalisierungsstrategie schon im Plan A von Christian Kern enthalten war und ein fertig ausgearbeitetes Konzept von ihr als Bildungsministerin im Jänner 2017 präsentiert wurde – inklusive Finanzierung für kostenlose Tablets für die SchülerInnen. „Der Masterplan liegt längst auf dem Tisch.“ Jetzt gehe es um die rasche Umsetzung. (Schluss) mr/ah/mp

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