Zinggl: Österreichische Kulturforen ohne jegliche Transparenz

Liste Pilz: Die 36 Verbesserungsempfehlungen des Rechnungshofs zeigen ein düsteres Bild

Wien (OTS) - Angefangen bei der Standortwahl über die Verwaltungsausgaben bis zu den Leitungsverträgen bleibt kein Aspekt unkritisiert. „Wie viel ist uns der kulturelle Ruf im Ausland eigentlich wert?“, fragt Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Liste Pilz und weiter: „Warum sind die Sponsorleistungen von 2013 bis 2015 um 75 Prozent eingebrochen obwohl der Außenminister 2012 noch optimistisch den Anstieg der Sponsorengelder für die Kulturforen gelobt hat? Und warum werden die Budgets der Kulturforen nicht extra ausgewiesen, sondern in den Budgets der Botschaften versteckt?“

Missstände kann man am Beispiel des österreichischen Kulturforums in New York dokumentieren: „Hier werden lediglich 8 Prozent der jährlichen Gesamtauszahlungen für die Finanzierung kultureller Aktivitäten ausgegeben. Der Rest fließt in die überbordende Bürokratie und in Geldleistungen, die ohne kulturellen Effekt abfließen“, meint Zinggl. So beschäftigt das Ministerium seit 2004 etwa einen Architekten für 1,16 Mio. EUR ohne schriftliche Vereinbarung. „Die kulturelle Außenpolitik ist völlig verschlampt und bedarf einer generellen Sanierung durch das dafür prädestinierte Kulturministerium“, meint Zinggl.

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