BRZ: Sicherheit für kritische Infrastruktur Österreichs

Cyberattacken nehmen in Österreich zu - der Schutz der digitalen Services der Verwaltung ist eine wesentliche Aufgabe des BRZ

Cyber-Attacken sind Realität und stellen einen sehr hohen Anspruch an die Sicherheit der Infrastruktur.
Markus Kaiser, Geschäftsführer des BRZ
Bis zu 80% der Unternehmen hatten in den letzten Jahren IT-Security-Vorfälle“.
Andreas Tomek, Partner bei KPMG

Wien (OTS) - Immer neue Angriffswege machen eine ständige Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur notwendig. Für das BRZ als Technologiepartner der öffentlichen Verwaltung hat Sicherheit oberste Priorität.

„Cyber-Attacken sind Realität und stellen einen sehr hohen Anspruch an die Sicherheit der Infrastruktur. Durchschnittlich erleben wir drei Angriffe pro Minute auf unsere Server und müssen diese abwehren, um Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. Das Hauptziel dabei ist, das Vertrauen in die Infrastruktur und die digitalen Services der Verwaltung aufrecht zu erhalten“, betont Markus Kaiser, Geschäftsführer des BRZ.

Schutz für kritische Infrastruktur

Beim Europäischen Forum Alpbach organisierte das BRZ eine Diskussion, die sich der Sicherheit der kritischen Infrastruktur Österreichs angesichts steigender digitaler Angriffe widmete. Auf Einladung des BRZ diskutierten: Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorstandsvorsitzende des Stromnetzbetreibers Austrian Power Grid, Andreas Tomek, Partner bei KPMG und Shermin Voshmgir, Leiterin des Kryptoökonomie-Instituts der WU Wien mit Markus Kaiser über die Möglichkeiten, den Schutz der kritischen Infrastruktur und der öffentlichen Services zu erhöhen.

Vor allem bei politisch-aktivistisch Angriffen („Hacktivism“) steht so genannte kritische Infrastruktur im Fadenkreuz , dazu zählen Webseiten des Parlaments, von Ministerien, Flughäfen, aber auch beispielsweise das Stromnetz. „Das Internet hat uns viele Herausforderungen gebracht, wir haben aber gelernt, damit umzugehen“, merkt Baumgartner-Gabitzer an. Generell nehmen die Angriffe auf Unternehmen jedes Jahr zu. Andreas Tomek liefert die neuesten Zahlen: „Bis zu 80% der Unternehmen hatten in den letzten Jahren IT-Security-Vorfälle“.

Mehr Sicherheit durch Krypto-Technologien

Bedrohungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren, ist ein wichtiger Weg. Dies erfolgt durch bessere Koordination aller Beteiligten und einen Austausch über die Angriffswege, auch eine ständige Erhöhung der Sicherheit der digitalen Services ist notwendig. Aber auch neue Technologien wie Blockchain können die IT-Sicherheit erhöhen. Für Shermin Voshmgir könnte diese Technologie zusätzlich den Weg zur „Datendemokratie“ ebnen, denn: „Die Blockchain erfindet die Datenstruktur im Hintergrund neu.“

Das BRZ präsentierte am Mittwoch in Alpbach die neue Softwarelösung „eDEM“ für Bürgerbeteiligung, die mittels Blockchain-Technologie vor Manipulationen geschütz wird. Mit BRZ eDem bietet das BRZ somit Gemeinden, Ländern, dem Bund sowie interessierten Institutionen die Möglichkeit, auf einfache Weise Befragungen, Ideenfindungen oder Konsultationen wie etwa Gesetzesbegutachtungen sicher durchzuführen. Dies ist eine der ersten Anwendungen von Blockchain-Technologie im Bereich der öffentlichen IT in Österreich.

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