Jungwirth zu neuem WK-Wien-ESt-Modell: Da geht noch mehr!

Neues Modell zur Entlastung der KleinunternehmerInnen geht in die richtige Richtung. Doch für echte Entlastung braucht es mehr.

Wien (OTS) - WK-Wien Präsident Walter Ruck hat heute seine Vorschläge zur Entlastung der KleinunternehmerInnen bei der Einkommensteuererklärung präsentiert. Pauschalisierungen und die Einführung einer antraglosen ESt-Veranlagung sind nach Ansicht der Grünen Wirtschaft zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Wichtig wäre jedoch, zusätzlich eine Entlastung der sozialversicherungspflichtigen KleinunternehmerInnen durch Absenkung der SV-Beiträge herbeizuführen. Außerdem sollten sämtliche Abgaben – also Sozialversicherung und Einkommensteuer – als Universalabgabe eingehoben werden. 

Bis 12.000 Euro abgabenfrei 

Die Grüne Wirtschaft schlägt zudem vor, alle UnternehmerInnen bis 12.000,- Euro Jahresgewinn vollkommen abgabenfrei zu stellen. Außerdem sollte die Sozialversicherung für die Personen, die unter diesem Jahresgewinnbetrag liegen, aus den allgemeinen Steuermitteln geleistet werden. Ab einem Jahresgewinn von 12.001,- Euro sollte für jeden zusätzlichen Euro eine 50-prozentige Universalabgabe gezahlt werden.  

„Ähnlich der Bierdeckelsteuer“ 

Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft: „Damit wäre die Berechnung der Abgaben deutlich vereinfacht und käme der sogenannten ´Bierdeckelsteuer` nahe. Die Kalkulierbarkeit der abzuführenden Beträge wäre viel überschaubarer. Davon profitieren gerade die Menschen mit niedrigem Einkommen – insbesondere wegen der Entlastung bei den SV-Beiträgen.“ 

„Noch ausbaufähig“ 

Die Einhebung aller Abgaben sollte über nur eine Stelle – das Finanzamt – erfolgen, das die Weiterleitung an die Sozialversicherung übernimmt. Damit wäre für die UnternehmerInnen ein zusätzlicher Mehrwert gegeben, weil sie sich die zusätzliche Buchung der Sozialversicherungsbeiträge ersparen. „Der Vorschlag von WK-Wien Präsident Ruck ist begrüßenswert, aber durchaus noch ausbaufähig“, so Jungwirth abschließend.

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