Kneissl-Hochzeit - Schieder vermisst saubere Trennung von Privatangelegenheiten und außenpolitischer Verantwortung

Wien (OTS/SK) - Der außenpolitische Sprecher und geschäftsführende Klubobmann der SPÖ, Andreas Schieder, hält es für keine gute Idee, wie Außenministerin Karin Kneissl ihre Privatangelegenheiten mit offiziellen Agenden der Republik Österreich vermischt. "Zu ihrer bevorstehenden Hochzeit wünsche ich ihr wirklich alles Gute - aber ich hätte mir im Interesse des Landes auch gewünscht, dass sie die leider schon eingetretenen internationalen Irritationen, die sie durch die Einladung des russischen Präsidenten Putin verursacht hat, vermieden hätte", sagt Schieder. ****

Denn es gebe dabei einfach keine saubere Trennung von den Privatangelegenheiten der Karin Kneissl und ihrer Verantwortung als Außenministerin für ihr Land und für den EU-Ratsvorsitz, so Schieder: "Wie soll man das verstehen, dass der russische Präsident zu einem 'Arbeitsbesuch' auf die Hochzeit der österreichischen Außenministerin eingeladen wird?" Er weist darauf hin, dass von der Ukraine die Rolle Österreichs bei der Lösung des schwelenden Konflikts mit Russland schon kritisch hinterfragt wird.

Schieder rät sowohl Kanzler Kurz als auch Außenministerin Kneissl, dass sie sich - im Interesse der Integrität der österreichischen Außenpolitik - diesen Fragen stellen: "Wie soll Österreichs EU-Ratsvorsitz dem von der Regierung selbst gestellten Anspruch, nämlich Brücken zu bauen und als ehrlicher Makler zu agieren, genügen, wenn sich Österreichs Außenministerin und Bundeskanzler so offensichtlich auf eine Seite stellen? Und welchen Beitrag wollen Kurz und Kneissl im Minsk-Prozess zur Lösung der Ukraine-Krise leisten, wenn sie privat mit einer der Konfliktparteien vor den Augen der Weltöffentlichkeit feiern?" (Schluss) up

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