Neues Volksblatt: "Sicherheit geht vor" (von Heinz WERNITZNIG)

Ausgabe vom 16. August 2018

Linz (OTS) - Angesichts der schrecklichen Bilder aus der italienischen Hafenstadt Genua werden auch in Österreich schlimme Erinnerungen wach: Am 1. August 1976 verunglückte nicht nur Niki Lauda auf dem Nürburg-Ring schwer, wenige Stunden zuvor brach in Wien die Reichsbrücke ein. Ein Autofahrer kam damals ums Leben, ein Busfahrer überstand das Unglück trotz Sturz in die Donau unverletzt. Der politisch Verantwortliche in Wien zog damals die Konsequenzen und eine Untersuchungskommission kam später zu dem Schluss, dass Baumängel die Unglücksursache waren. Die Lehren aus dem Desaster wurden also gezogen, speziell Querungen werden von Experten genau unter die Lupe genommen.
Auch wenn in Italien noch nicht feststeht, ob menschliches Versagen oder andere Umstände wie mangelnde Kontrolle bzw. Überprüfung zu der Tragödie mit 42 Todesopfern geführt haben, ist bereits jetzt eines klar: Jeder Versuch, bei der Sicherheit von Autobahnen und insbesondere von Brücken zu sparen, ist ein schwerer Fehler und kann fatale Auswirkungen haben. Das Geld der Steuerzahler ist nicht nur für den Bau effizienter Verbindungen sinnvoll investiert, ebenso notwendig sind Instandhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen. Dass sollten die Verkehrsteilnehmer bedenken, wenn es so wie jetzt bei der Voestbrücke in Linz aufgrund der Bau- und Sanierungsarbeiten zu Behinderungen und Verzögerungen kommt.

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