VP-Hungerländer: Dramatische Versorgungsprobleme in Wien im Bereich Neonatologie

Geburtenstationen sind überfüllt – Mehr Hebammen sowie zentrale Geburtsanmeldestellen gefordert

Wien (OTS) - „Wie Medien aktuell berichten, ist die Neonatologie-Abteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital über zwei Wochen lang im August geschlossen. Wieder einmal herrscht Chaos im Wiener Gesundheitssystem, denn es mangelt an ärztlichem Personal. Derartige Engpässe stellen eine große Belastung für das Gesundheitssystem der Wienerinnen und Wiener dar“, so Gemeinderätin Caroline Hungerländer. Die Frühgeborenen können dort nicht mehr versorgt werden und müssen in andere Spitäler gebracht werden. Hungerländer dazu: „Die Schließung der Neonatologie im Kaiser-Franz-Josef-Spital ist symbolisch für ein dramatisches Versorgungsproblem in ganz Wien. Es herrscht ein eklatanter Mangel an Hebammen und ärztlichem Personal, die Geburtenstationen sind überfüllt. Vielen Frauen kommt nicht die prä- und postnatale Versorgung zu, die sie benötigen.“

Die Versorgungsprobleme setzen sich unmittelbar nach der Geburt fort:
Wien leidet unter einem eklatanten Mangel an Kinderärzten mit Kassenvertrag. Hier müssten Möglichkeiten der tagesklinischen Versorgung ausgebaut werden.

Darüber hinaus stellt für werdende Mütter die Geburtenanmeldung einen großen Stressfaktor dar. Vor allem fehlt es an Transparenz in Bezug auf freie Kapazitäten. „Wir fordern weiterhin vehement die Einrichtung der zentralen Geburtsanmeldestelle. Hier ist die Stadt Wien über ein Jahr in Verzug“, so Hungerländer. Angepasst an die steigende Geburtenrate brauche es außerdem eine Aufstockung von Hebammen. Neben einer Attraktivierung des Berufes sei vor allem eine Neuorganisation des gesamten Gesundheitssystems wichtig. „Leider zeigt sich am traurigen Beispiel KH Nord, dass es in dieser Stadt an Gesamtkonzepten fehlt, um das Wiener Gesundheitssystem endlich auf starke Beine zu stellen. Es braucht endlich ganzheitliche Pläne, eine attraktivere Ausbildung, ausreichend ärztliches Personal sowie eine flächendeckende Rundum-Versorgung der Patientinnen und Patienten“, so Hungerländer abschließend.

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