Industrie: Notwendiger Reformkurs der AUVA gestartet

IV-GS Neumayer: Fokus auf Kernaufgaben – Hohe Qualität für Alle bleibt erhalten

Wien (OTS/PdI) - „Der lange notwendige Reformkurs der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) findet die Unterstützung der Industrie. Im Sinne einer modernen, zeitgemäßen Sozialversicherungsorganisation ist es unverzichtbar, die Unfallversicherung auf ihre Kernaufgaben zu fokussieren, die Chancen aus besserer Zusammenarbeit zu ergreifen sowie Fremdleistungen und Querfinanzierungen abzubauen. So kann die in Regierungsprogramm und Ministerratsvortrag verankerte Senkung des Unfallversicherungsbeitrags von 1,3 auf 0,8 Prozent konsequent innerhalb der Legislaturperiode herbeigeführt werden – dies bei unvermindert hoher Qualität der Unfallversorgung“ hielt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Montag, anlässlich der Pressekonferenz von Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein, ÖVP-Klubchef August Wöginger und AUVA-Obmann Anton Ofner fest.

Endlich mehr Klarheit und Transparenz – Arbeitsunfälle seit 1990 um 40 Prozent gesunken, trotzdem immer mehr wesensfremde Ausgaben

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist dank des Engagements von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und des Konzepts der integrierten Unfallversorgung der AUVA in den letzten Jahrzehnten stark gesunken – genauer gesagt: um mehr als 40 Prozent seit 1990. Anstatt die Beiträge zur arbeitgeberfinanzierten Unfallversicherung entsprechend zu reduzieren, wurden diese in der Vergangenheit in zunehmendem Ausmaß für unfallversicherungsfremde Zwecke eingesetzt. „Die heute vorgestellten Pläne beinhalten wesentliche Schritte für mehr Kostenwahrheit und Transparenz bei der Unfallversicherung“, so Neumayer. So soll endlich der vom Hauptverband mit über 200 Mio. Euro massiv zulasten der AUVA überhöht festgesetzte Pauschalbetrag nach § 319a ASVG deutlich reduziert und einer sachgerechten Lösung ohne Quersubventionierung zugeführt werden.

Höchste Qualität für Alle bleibt erhalten und wird ausgebaut – Proteste der Arbeitnehmerorganisationen laufen ins Leere

„Weiters können mit der Umsetzung der heute vorgestellten Maßnahmen wesentliche Effizienzpotenziale endlich gehoben werden. Dazu zählt der Ausbau von Kooperationen, die Verschlankung der Organisation, die Schaffung der notwendigen Strukturen für die Etablierung von Traumazentren sowie die Bündelung von Kapazitäten unter einem Dach. Die Strukturen innerhalb der AUVA sollen klüger gestaltet und Synergiepotenziale genutzt werden. Nur durch zukunftsweisende und verantwortungsvolle Reformschritte können die höchste Qualität der Unfallversorgung im Rahmen der AUVA als eigenständiger Träger ebenso weiterhin gewährleistet werden, wie die dringend gebotenen Senkung des Unfallversicherungsbeitrages auf 0,8 Prozent“, so Neumayer.

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