„kreuz und quer“ mit „Essen wie der Papst“

Außerdem am 14. August: „Istanbul – Hauptstadt eines neuen Reichs (3)“

Wien (OTS) - „kreuz und quer“ am Dienstag, dem 14. August 2018, zeigt ab 22.35 Uhr in ORF 2 zunächst in der Dokumentation „Essen wie der Papst“, dass man sich auch im Vatikan weltlich ernährt. Danach steht ab 23.25 Uhr der dritte Teil von „Istanbul – Hauptstadt eines neuen Reiches“ auf dem Programm.

22.35 Uhr, ORF 2
Essen wie der Papst

Vom Apfel der Versuchung bis zum biblischen Wunder der Brotvermehrung – bei den Katholiken nimmt das Essen seit jeher einen besonderen Platz ein. Doch auch im Vatikan muss man sich ganz weltlich ernähren.

Der Vatikan aus einem ganz neuen Blickwinkel: In diesem Film geht es um die täglichen Mahlzeiten. Wie speisen Päpste? Was wird überhaupt im Vatikan kredenzt? Der Film von Frédéric Lepage öffnet die Pforten zu einer unbekannten schmackhaften Welt – der Gastronomie des Vatikans. Jene, die es wissen müssen, plaudern über die Essgewohnheiten der Päpste, ihre Lieblingsspeisen und verraten, wo die Zutaten für die Mahlzeiten herkommen.

23.25 Uhr, ORF 2
Istanbul – Hauptstadt eines neuen Reiches (3)

Byzanz, Konstantinopel, Istanbul – drei Namen, die für die wechselvolle Geschichte der Metropole am Bosporus stehen. Die Stadt wird im Laufe der Jahrtausende zum Zentrum zweier Weltreiche und vor allem auch zur Heimat für die unterschiedlichsten Religionen. Der britische Historiker Simon Sebag Montefiore macht sich in der dreiteiligen Dokumentation auf eine Spurensuche im Istanbul von heute, um die abenteuerliche Geschichte der Stadt lebendig werden zu lassen. Im abschließenden dritten Teil, den „kreuz & quer“ am Dienstag zeigt, schlägt die Dokumentation von Craig Haistings einen großen Bogen vom Osmanischen Reich zur Geburt der türkischen Republik. Aus der Hauptstadt des Osmanischen Reichs wird das moderne Istanbul.

Die Dokumentation setzt ein mit einer glücklichen Zeit für das Osmanische Reich: Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erreichen dessen Macht und geografische Ausdehnung ihren Höhepunkt. Unter der mehr als 40 Jahre dauernden Herrschaft von Sultan Süleyman dem Prächtigen floriert auch die Hauptstadt seines Reiches. Istanbul ist zu dieser Zeit eine überaus lebendige Handelsstadt. Und mit ihr gedeihen die religiösen Minderheiten, die teils aus ganz Europa an den Bosporus kommen. Exemplarisch für diese besondere Zeit wird die Geschichte des jüdischen Bankiers Joseph Nasi erzählt, der zum Berater und Vertrauten des Thronfolgers Prinz Selim wird.

Die Herrschaft der Osmanen geht weiter – mit allem Guten und Schlechten, das die Geschichte mit sich bringt, wie Brudermord und Intrigen aus dem Harem. Doch im Jahr 1821 werden 400 Jahre der Toleranz und Ko-Existenz schließlich zerstört: Die Griechen auf dem Festland lehnen sich gegen den Sultan auf. Die Folgen für die griechische Bevölkerung Istanbuls sind desaströs. Ihr Patriarch Gregor der Fünfte, Oberhaupt der Orthodoxen Kirche, wird hingerichtet, zahlreiche Griechen sterben auf den Straßen der Stadt.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert orientiert sich das Reich dann zunehmend an den großen europäischen Monarchien. Der Sultan gibt sich als moderner Monarch und empfängt in seinem sehr europäisch anmutenden Dolmabahce-Palast in opulenter Prachtentfaltung die Gesandten der Großmächte. Bis 1913 Enver Pascha die Macht an sich reißt, ein junger General, der überzeugt davon ist, dass nur Nationalismus und ein siegreicher Krieg das Reich retten können. Istanbul spielt mit einem Mal eine zentrale Rolle in einem großen Krieg: Der Erste Weltkrieg erschüttert ganz Europa und hat weitreichende Folgen auch für das Osmanische Reich und das Sultanat.

Mit Mustafa Kemal Pascha – der Nachwelt bekannt als Atatürk – tritt jene Persönlichkeit auf den Plan, die die türkische Republik begründen wird. Am 6. Oktober 1923 zieht die Erste Infanteriedivision der neuen Türkischen Armee in Istanbul ein. Der siegreiche Atatürk schafft das Sultanat ab. Und er verlegte die Hauptstadt – auch heute noch wird die Türkei von Ankara aus regiert. 90 Jahre später ist die Dokumentation schließlich angekommen im modernen Istanbul. Die Stadt ist heute mit 15 Millionen Europas größte Millionenstadt und fühlt sich wohl in ihrer Rolle als moderne, kulturelle und wirtschaftliche Hauptstadt des Landes. Dabei ist die Metropole auch heute noch von ständigem Wandel geprägt.

All diese historischen Ereignisse und Stationen dokumentiert der Historiker Sebag Montefiore bei seinen Exkursionen durch die geschichtsträchtigen Viertel der Stadt.

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