„Haus Wagner“: Projektentwicklung unter genauer Beobachtung durch SPÖ Döbling

Wien (OTS/SPW-K) - Knapp vor Inkrafttreten der Bauordnungs-Novelle, die auch außerhalb von Schutzzonen historisch wertvolle Häuser schützt, wurde der ehemalige Heuriger „Haus Wagner“ zu Gänze abgerissen. Daher ist eine Wiederherstellung rechtlich auch nicht mehr möglich. Am Areal und auf den drei angrenzenden Grundstücken plant die Raiffeisen Wohnbau Wien GmbH nun die Errichtung von vier Stadtvillen mit insgesamt rund 50 Wohneinheiten mit bis zu 170 Quadratmetern. Auf der Website des Wohnbauträgers wird das Projekt schon angepriesen, vorbehaltliche Vormerkungen sind schon möglich.

Darüber zeigt sich Döblings Bezirksvorsteher-Stellvertreter Thomas Mader (SPÖ) verwundert: „Die Baupolizei hat das Bauansuchen zurückgewiesen, es gibt aktuell kein Projekt, das hier in dieser Dimension realisiert werden kann.“ Die hohe Anzahl von 50 Wohneinheiten erscheint Mader für das kleine Areal mit der derzeitigen Flächenwidmung nur sehr schwer umsetzbar. Die SPÖ Döbling werde jedenfalls die weitere Entwicklung des Projekts sehr genau beobachten.

„Die Döblingerinnen und Döblinger lieben ihren Bezirk für die Mischung aus städtischem Leben und Grünraum. Dazu zählt auch, dass in kleinteilig strukturierten Wohngegenden keine Großprojekte verwirklicht werden“, erklärt SPÖ-Döbling Vorsitzende Gemeinderätin Barbara Novak. „Es gibt von uns daher sicher keine Zustimmung zu einer allfälligen Umwidmung auf dem Areal des ehemaligen Heurigen.“

Thomas Mader sieht die SPÖ in einer Schutzfunktion für die BezirksbewohnerInnen: „Wir brauchen bei uns im Bezirk sicher nicht noch mehr Luxuswohnraum, der oft nur als Anlagevermögen gesehen wird und oft gar nicht ganzjährig bewohnt ist. Ich werde daher in Zukunft sehr genau darauf achten, wo welche Flächenwidmungen gemacht werden sollen. Es kann nicht die Aufgabe der Politik sein, der Wohnungsspekulation Vorschub zu leisten. Im Gegenteil: Wir brauchen auch hier in Döbling mehr leistbare geförderte Wohnungen.“

Ein wichtiger Schritt gegen Spekulation ist bereits gelungen. „Mit der jüngsten Novelle der Bauordnung, die den Abriss von historisch wertvollen Gebäuden auch außerhalb von Schutzzonen besser verhindern kann, wäre der Abriss des Heurigen Haus Wagner nicht so einfach gewesen. Mit der neuen Regelung hat die Stadt Wien größere Möglichkeiten, den ursprünglichen Charakter diverser Grätzl besser zu schützen. Das bringt auch für uns in Döbling große Vorteile“, so Barbara Novak.

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