Das könnte sich rächen: Knapp jeder 5. Österreicher liest den Mietvertrag nicht

Nürnberg/Wien (ots) -


- 18 Prozent der österreichischen Mieter lesen den Mietvertrag vor
dem Unterzeichnen nicht, das zeigt eine repräsentative Studie von
immowelt.at

- Immerhin 12 Prozent der Befragten überfliegen das Dokument
zumindest einmal komplett, 28 Prozent lesen es sogar mehrfach
intensiv

- Besserverdiener vertrauen auf den Standardmietvertrag,
Geringverdiener sind froh, überhaupt eine neue Wohnung bekommen zu
haben

Hauptsache, die Traumwohnung ist gefunden - was dann im Mietvertrag steht, scheint vielen egal zu sein. So sieht das zumindest knapp jeder 5. Österreicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs. Demnach lesen 18 Prozent den Mietvertrag nicht, bevor sie ihn unterschreiben - ziemlich sorglos, da dort diverse Fallstricke lauern können. So dürfen Vermieter zum Beispiel maximal 6 Bruttomonatsmieten als Kaution verlangen. Damit dürfen bei Auszug aber nicht die normalen Abnützungsschäden der Wohnung abgerechnet werden. Die Kaution darf daher nur für darüberhinausgehende Schäden teils oder gar komplett einbehalten werden. Aus diesem Grund sollten Mieter unbedingt darauf achten, Schäden an der Wohnung genau zu dokumentieren, ehe sie den Vertrag unterzeichnen.

Die Gründe, weshalb die Mieter den Vertrag nicht lesen und dadurch mögliche Fallen in Kauf nehmen, sind verschieden: 5 Prozent denken, dass Sie sowieso nichts hätten ändern können. Diese Befragten sind laut eigenen Angaben froh, überhaupt den Zuschlag für die Wohnung bekommen zu haben. 6 Prozent meinen hingegen, dass bei einem Standardmietvertrag alles seine Ordnung habe und würden ihn daher auch nicht lesen. Aber Vorsicht: Teilweise sind Musterverträge veraltet und enthalten unwirksame Klauseln. Weitere 6 Prozent haben das Dokument zumindest vom Partner oder einer anderen Person des Vertrauens überprüfen lassen. 1 Prozent hat lediglich die Daten kontrolliert, die händisch eingetragen werden - wie persönliche Informationen oder den Mietpreis.


28 Prozent der Mieter lesen mehrfach

Die Mehrheit der österreichischen Mieter (82 Prozent) schenkt dem neuen Vermieter allerdings nicht so viel Vertrauen. 42 Prozent haben den Mietvertrag wenigstens einmal intensiv gelesen, 28 Prozent sogar mehrfach, um mögliche Fehler zu entdecken. Mehr als jeder 10. Österreicher (12 Prozent) überfliegt den Vertrag zumindest einmal grob und checkt, ob Mietzinshöhe und Mietbeginn stimmen, oder ob ihm sonst etwas komisch vorkommt.


Geringverdiener haben oft keine Wahl

Wie gründlich Österreicher den Mietvertrag lesen, ist nicht abhängig von der Höhe des jeweiligen Gehalts. Nahezu gleich viele Besser- wie Geringverdiener lesen das Dokument mindestens einmal. Die Gründe für das Nicht-Lesen unterscheiden sich hingegen deutlich. So sind 17 Prozent der Geringverdiener der Ansicht, sie hätten sowieso nichts ändern können und waren froh, überhaupt eine Wohnung bekommen zu haben. Demgegenüber stehen 7 Prozent der Besserverdiener. Sie vertrauen am häufigsten darauf (11 Prozent), dass in einem Standardmietvertrag (wie von der Mietervereinigung) alles passt und er keine Fallstricke enthält.


Mustermietervertrag downloaden

Um als Vermieter oder Mieter auf Nummer sicher zu gehen, stehen auf immowelt.at verschiedene geprüfte Mustermietverträge zum kostenfreien Download zur Verfügung: www.immowelt.at/anbieten/mietvertrag-muster


Die Ergebnisse der Studie im Überblick:


Haben Sie Ihren Mietvertrag komplett durchgelesen, bevor Sie ihn
unterschrieben haben?

Ja, ich habe ...


- ihn einmal intensiv gelesen: 42 Prozent
- ihn mehrfach intensiv gelesen: 28 Prozent
- ihn grob aber komplett überflogen: 12 Prozent

Nein, ...


- weil das ein Standardmietvertrag ist (z. B. Vordruck der
Mietervereinigung) - der ist in Ordnung: 6 Prozent
- ich habe das meinem/meiner Partner(in) oder einer anderen Person
meines Vertrauens überlassen: 6 Prozent
- ich hätte sowieso nichts daran ändern können und war nur froh, die
Wohnung überhaupt bekommen zu haben: 5 Prozent
- ich habe nur das, was dort händisch eingetragen werden musste,
überprüft (z. B. meine persönlichen Daten, Miethöhe): 1 Prozent

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit:
http://ots.de/e265KI

Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie "Wohnen und Leben 2018" wurden im Februar 2018 österreichweit 501 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt. Davon gaben 196 an, zur Miete zu wohnen.

Diese und andere Presseinformationen von immowelt.at finden Sie in unserem Pressebereich unter https://presse.immowelt.at.


Über immowelt.at:

Die Immobilienplattform www.immowelt.at ist mit 1,5 Millionen Visits* pro Monat einer der führenden Online-Marktplätze für Häuser, Wohnungen und Gewerbeimmobilien in Österreich. Pro Monat werden dort mehr als 60.000 Miet- und Kaufimmobilien angeboten. Betreiber des Portals ist die Nürnberger Immowelt AG, zu deren Portfolio weitere erfolgreiche Portale wie immowelt.de und crozilla.com sowie effiziente CRM-Softwarelösungen für die Immobilienbranche gehören. Das Unternehmen ist Teil der
Immowelt Group, an der die Axel Springer SE mehrheitlich beteiligt ist.

* Google Analytics; Stand: April 2018

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Nordostpark 3-5
D-90411 Nürnberg

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Peter Groscurth
+49 911 520 25-808

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