SPÖ Leopoldstadt: Alleingang der Bezirksvorsteherin: Weder Bevölkerung noch Fraktionen in Streckenführung des 82A eingebunden

Dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der Verkehrssituation im Nordbahnhof-Viertel. SPÖ Leopoldstadt vermisst ein nachhaltiges Konzept für die kommenden Jahre

Wien (OTS/SPW-K) - Die Leopoldstädter Bezirksvorsteherin Lichtenegger (Grüne) hat im Alleingang eine neue Streckenführung für den 82A im Nordbahnhofviertel bestimmt. Die neue Streckenführung sieht unter anderem die Auflassung der derzeit vorhandenen „Park&Kiss-Zone“ vor. Dort konnten Eltern bisher ihre Kinder mit dem Auto hinbringen und gefahrlos aussteigen lassen. Die Verlängerung der Buslinie zum derzeit im Bau befindlichen Schulcampus - welche immer im Verkehrskonzept der SPÖ für das Nordbahnhofviertel geplant war - soll nun ebenfalls nicht stattfinden. „Das bedeutet, dass die künftigen Schülerinnen und Schüler und Eltern mit Kindergartenkindern über 600 Meter zu Fuß gehen müssen, obwohl sie genauso gut eine Haltestelle direkt vor dem Bildungscampus haben könnten“, sagt die stv. Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt Astrid Rompolt (SPÖ).

„Der künftige Bildungs-Campus II, der 2020 eröffnet werden soll, wird auf Wunsch der Grünen nicht mit dem Autobus angefahren“, so Rompolt. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler und Eltern mit Kindergartenkindern ab den beiden neuen Bushaltestellen an der Ecke Ernst-Melchior-Gasse # Jakov-Lind-Straße aussteigen und zum Haupteingang des Campus II zu Fuß gehen müssen. „Vor allem für jene, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist das ein Problem. Bei extremer Witterung wie Schnee, Eis, starken Regenfällen und Hitze wäre eine Bushaltestelle vor dem neuen Campus für alle Menschen eine Verbesserung“, so Rompolt.

Zwtl.: Weder Bevölkerung noch andere Fraktionen in die neue Streckenführung eingebunden =

Weder die Bevölkerung noch die anderen Fraktionen im Bezirk wurden in diese Planung miteinbezogen. „Dieser Fall erinnert an die Vorgangsweise der Sperre der Wehlistraße. Wieder wird deutlich, dass die Grünen keinen Wert auf Mitbestimmung und BürgerInnenbeteiligung legen. Die grüne Bezirksvorsteherin setzt eine populistische Maßnahme ohne an die kommenden Jahre zu denken. Wir hätten gerne konstruktiv an einer Lösung im Verkehrsausschuss mitgearbeitet und die Bevölkerung eingebunden“,  so Christoph Zich, Klubobmann der SPÖ Leopoldstadt. „Bevölkerung und Fraktionen waren nicht in diese Entscheidung eingebunden, es wurde auch nicht über eine allfällige Finanzierung im Finanzausschuss gesprochen“, bemerkt Alexander Nikolai, stv. Finanzausschussvorsitzender im Bezirk (SPÖ).


Auch zur Problematik der „Elterntaxis“, die bis vor die Schule fahren, hätte es Alternativen gegeben. „Es gibt hier verschiedene Lösungsansätze: Verstärkte Kontrolle und Durchsetzung des Fahrverbotes durch die Polizei oder der Einsatz versenkbarer Poller an der Ecke Ernst-Melchior-Gasse und Jakov-Lind-Straße. Dadürch könnte der Bus passieren, private KfZ aber nicht“, erklärt Rompolt.

Ein weiteres Problemfeld sieht die SPÖ Leopoldstadt rund um den neu eröffneten Austria Campus: Von der U-Bahnstation Praterstern kommend, ist die Joseph-Roth-Gasse der wichtigste Zugang ins Nordbahnhof-Viertel. Astrid Rompolt: „Heute gehen dort bereits 5200 MitarbeiterInnen der Bank Austria zu ihrer Arbeitsstelle. Die Kreuzung ist vollkommen ungeregelt. In den Morgenstunden und am Nachmittag, wenn die Berufstätigen diesen Weg nützen, kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen. 

Demnächst eröffnet der Kindergarten Sonneninsel mit 19 Gruppen (ca. 300 Kinder) in der Walcherstraße 1a. „Der sichere Weg in den Kindergarten ist derzeit nicht gewährleistet.“ so Rompolt weiter. „Statt sich um wirkliche Probleme und nachhaltige Lösungen für die Bevölkerung zu bemühen setzen die grüne Bezirksvorsteherin lieber auf Alleingänge. Sie wäre gut beraten die anderen Fraktionen, auch im Hinblick auf die anstehenden Budgetverhandlungen, nicht auszuschließen“, so Zich abschließend.

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