Kostenloser Onlinekurs zur Blockchain-Technologie zog Tausende in den Bann

Potsdam (ots) - Auf starke Resonanz ist ein kostenloser zweiwöchiger Onlinekurs zur viel diskutierten Blockchain-Technologie gestoßen: An dem jetzt zu Ende gegangenen Kompaktkurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) nahmen mehr als 9.400 Personen teil. Über 2.400 davon erhielten für die erfolgreiche Bewältigung von Lehrvideos, Selbsttests, Hausaufgaben und Prüfungen in diesen Tagen einen Leistungsnachweis des renommierten Instituts. Auch nach dem offiziellen Ende des Sommerkurses können Interessierte die Inhalte im Selbststudium weiterhin nutzen - unter https://open.hpi.de/courses/blockchain2018 auf der Bildungsplattform openHPI.

Kursleiter und HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass die zum Beispiel hinter der virtuellen Währung Bitcoin steckende Blockchain-Technologie so viel Interesse auf sich zog. Auch im Forum des Onlinekurses habe es viele fundierte Beiträge der Teilnehmer gegeben, lobte der Informatikwissenschaftler: "Nicht wenige Nutzer haben sich immer wieder zu Wort gemeldet, nachgehakt und sogar eigene Erläuterungen beigesteuert". Dadurch würden solche "Massive Open Online Courses" besonders dynamisch und lebendig, betonte Meinel. Er registrierte mehr als 1.800 solcher Diskussionsbeiträge.

Meinel und sein Team hatten mit dem sommerlichen Kompaktkurs für mehr Nüchternheit und Sachlichkeit in der Diskussion über das Pro und Contra der Blockchain-Technologie sorgen wollen. Einfach, verständlich und kompakt sollte Basiswissen zu ihr vermittelt werden. Der Institutsleiter und seine Doktorandin Tatiana Gayvoronskaya veröffentlichten zu Jahresbeginn bereits die Studie "Blockchain - Hype oder Innovation?" (ISBN 978-3-86956-394-7). Darin stellten sie fest, dass sich auf die Blockchain-Technologie derzeit "viele überzogenen Erwartungen" richten.

Gleich nach den Sommerferien bietet die Internet-Bildungsplattform openHPI drei weitere kostenlose Onlinekurse für jedermann an: zur Innovationsmethode Design Thinking (Start am 19. September) sowie zur Programmiersprache Java und zur Mathematik der Algorithmik (Start jeweils am 10. September).

Hinweis für Redaktionen: Die erwähnte HPI-Studie zur Blockchain-Technologie können Sie im Internet herunterladen unter http://ots.de/tNffEr.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI gut 508.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 177.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher 54.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen gut 50 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health" und "Data Engineering" können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Rückfragen & Kontakt:

presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN0003