Kocevar: In NÖ müssen Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut werden

ÖVP sollte endlich die Bedürfnisse der Familien akzeptieren

St. Pölten (OTS) - Neun Wochen haben Kinder und Jugendliche im Sommer Ferien – länger, als die meisten Eltern sich freinehmen können. Und so stehen Eltern jedes Jahr wieder vor der großen Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder für die kindergarten- und unterrichtsfreie Zeit hinweg zu organisieren. „Die Eltern möchten durchgängige Betreuung mit Qualität, die pädagogische und spielerische Elemente umfasst. Und das ganztägig und kostenfrei, damit echte Wahlfreiheit für die Kinderbetreuung besteht“, erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar. In Niederösterreich haben die Kindergärten im Jahr 31,7 Schließtage, die Schulferien sind noch um einiges länger.

Deshalb mute es doch etwas weltfremd an, wenn die ÖVP in regelmäßigen Abständen von der Sozialdemokratie ganztägig geforderte Kinderbetreuungseinrichtungen als Einrichtungen des „ehemaligen Ostblocks“ sagt Kocevar. So habe etwa Johanna Mikl-Leitner vor einigen Jahren im Zusammenhang mit Kinderkrippen von „Kinderbetreuungsmodellen nach dem Vorbild der alten DDR“ gesprochen, die Korneuburger Vizebürgermeisterin Fuchs-Moser würde der geforderte Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen „an den ehemaligen Ostblock erinnern, wo der Staat die Betreuung der Kinder übernommen hat, nicht zuletzt, um sie zu ideologisieren“.

„Die ÖVP soll endlich über ihren Tellerrand sehen – dann würde sie nämlich bemerken, dass die Realität von Eltern ganz anders strukturiert ist, als ihr Mikrokosmos“, erklärt Kocevar: „Die Eltern verbringen natürlich gerne Zeit mit ihren Kindern. Oft müssen aber beide Elternteile arbeiten, um sich das tägliche Leben überhaupt leisten zu können. Hier zu sagen, die Eltern sollen nicht so viel arbeiten und die Kinder zu Hause betreuen, ist weltfremd. Die ÖVP soll ihren Klassenkampf beenden und sich endlich mit den Lebensrealitäten der Menschen vertraut machen und ihre Sorgen und Bedürfnisse ernst nehmen und akzeptieren.“

Gerade aus dem Mund einer Vertreterin der Partei, die gerade den Zwölf-Stunden-Tag eingeführt hat und die vor allem Familien fördert, die es nicht brauchen, seien solche Aussagen unverschämt, sagt Kocevar: „Wir SozialdemokratInnen wollen mit dem Ausbau von flächendeckend ganztägigen und kostenfreien Kinderbetreuungsplätzen Mindeststandards etablieren und in Niederösterreich Einrichtungen anbieten, wo die Betreuungszeiten an die aktuelle Arbeitswelt angepasst werden. Es ist Zeit, Eltern zu entlasten und zu unterstützen.“

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