Halbjahresergebnis 2018 der Kommunalkredit Austria AG: Operative Ertragskraft deutlich gestärkt

Wien (OTS) -

  • Operatives Ergebnis von EUR 4,6 Mio. auf EUR 13,8 Mio. gesteigert
  • Neugeschäftsvolumen auf EUR 532,5 Mio. erhöht; bereits 84 % des Gesamtjahresvolumens 2017 erreicht
  • Hohe Kreditqualität: NPL-Ratio 0,0 %
  • Kundeneinlagen um 41,2 % auf EUR 910,0 Mio. gesteigert
  • Cost-Income-Ratio auf 64,5 % gesenkt
  • Solide Kapitalausstattung: harte Kernkapitalquote 21,3 %

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) zeigt ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2018. Das operative Ergebnis wurde auf EUR 13,8 Mio. verbessert (1. HJ 2017: EUR 4,6 Mio.). Das Neugeschäftsvolumen wurde um 46,7 % auf EUR 532,5 Mio. erhöht, die Platzierung von Finanzierungstransaktionen bei institutionellen Investoren um 20,5 % auf EUR 280,1 Mio. ausgebaut und die Kundeneinlagen um 41,2 % auf EUR 910,0 Mio. gesteigert. Rund 50 % der Refinanzierungsmittel stammen nunmehr aus Quellen, die zum Zeitpunkt der Privatisierung der Kommunalkredit im Herbst 2015 nicht verfügbar waren. Die Bank verfügt über ein hochqualitatives Kreditportfolio ohne Non-Performing Loans und über eine solide Kapitalbasis mit einer Eigenmittelquote von 26,9 % bzw. einer harten Kernkapitalquote von 21,3 %.

Kommunalkredit-CEO Alois Steinbichler: „Die positive Entwicklung der Bank hat sich auch im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt. Es freut mich, die Bank in diesem Zustand an meinen Nachfolger als Vorstandsvorsitzenden, Bernd Fislage, per 31. August 2018 zu übergeben. Durch mein Aufrücken in den Aufsichtsrat im September und durch die Mitgliedschaft von Bernd Fislage im Vorstand seit 1. Februar 2017 ist die angestrebte geschäftspolitische Kontinuitität der Bank gewährleistet.“

Kommunalkredit Co-CEO Bernd Fislage: „Der Ausbau des Neugeschäfts zeigt, dass sich die Kommunalkredit am österreichischen und europäischen Infrastrukturmarkt gut etabliert hat. Dabei legen wir großen Wert auf diszipliniertes Risikomanagement und Platzierung bei instititutionellen Anlegern. Ich freue mich darauf, mit unserem Team die sich bietenden Chancen im modernen Infrastrukturmarkt wahrzunehmen, wie sie im Bereich der digitalen Kommunikation, Abfallvermeidung/Nachhaltigkeit und alternative Energieerzeugung, aber auch Pflege und Ausbildungsplätze bestehen. Damit, und mit Kontinuität in unseren Werten, erzeugen wir Mehrwert für die Gesellschaft und Ertrag für die Bank.“

Wesentliche Erfolge im ersten Halbjahr 2018

  • Neugeschäft ausgebaut: Mit einem Neugeschäftsvolumen von EUR 532,5 Mio. wurden zum Halbjahr bereits 84 % des Gesamtjahresvolumens 2017 erreicht (1. HJ 2017: EUR 362,9 Mio.). Dieses Volumen resultiert aus zehn Transaktionen in sieben Ländern. Dabei agierte die Bank bei der Hälfte der Transaktionen als Mandated Lead Arranger oder Co-Arranger. Die Bank war als Mandated Lead Arranger an der EUR 540 Mio.-Refinanzierung eines Abschnitts der A2 Autobahn in Polen und an der EUR 165 Mio.-Finanzierung einer Straßenbahnlinie im spanischen Zaragoza beteiligt. Sie war Mandated Lead Arranger bei der EUR 650 Mio.-Refinanzierung für den Breitbandausbau der Deutschen Glasfaser und Mandated Lead Arranger und Sole Lender für die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) bei der EUR 46,5 Mio.-Finanzierung für die Errichtung eines Breitbandnetzes in ländlichen Regionen.
  • Erfolgreiche Platzierungen: Neben der Akquisition von Neugeschäft ist die Platzierung von Finanzierungen bei Endinvestoren ein strategisches Kernziel der Kommunalkredit. Die Bank platzierte im ersten Halbjahr 2018 ein Volumen von EUR 280,1 Mio. aus ihrem Portfolio bei namhaften internationalen institutionellen Investoren. Dies entsprach einer Steigerung um 20,5 % gegenüber dem Vorjahr (1. HJ 2017: EUR 232,5 Mio.). Die erfolgreiche Platzierungsaktivität bestätigt die Marktkonformität der Neugeschäftstransaktionen in Bezug auf Struktur, Preisgestaltung und Risikomanagement.
  • Gestiegene Kundeneinlagen: Die Bank konnte die Kundeneinlagen, bei gleichzeitiger Verlängerung der durchschnittlichen Einlagedauer, um 41,2 % auf EUR 910,0 Mio. (31.12.2017: EUR 644,4 Mio.) steigern. Damit stammen rund 50 % der Refinanzierungsmittel aus Quellen, die zum Zeitpunkt der Privatisierung der Kommunalkredit im Herbst 2015 nicht verfügbar waren. Insbesondere leisten das Direktveranlagungsprodukt für Kommunen „KOMMUNALKREDIT DIREKT“ sowie die Online-Retail-Veranlagungsplattform „KOMMUNALKREDIT INVEST“ wesentliche Beiträge.
  • Hochqualitatives Kreditportfolio: Zum 30. Juni 2018 lag das durchschnittliche Rating des Kreditportfolios bei „A”, wobei 88 % der Kredite einen Investment Grade-Status haben. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) betrug weiterhin 0,0 %.
  • Solide Kapitalausstattung: Zum 30. Juni 2018 wies die Kommunalkredit eine Gesamtkapitalquote von 26,9 % aus.; die harte Kernkapitalquote lag bei 21,3 %.

Wesentliche Positionen der IFRS-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Das Operative Ergebnis (ohne Bewertungsergebnis, a. o. Erträge und a. o. Aufwendungen) stieg auf EUR 13,8 Mio. (1. HJ 2017: EUR 4,6 Mio.). Diese signifikante Verbesserung schlug sich in einer deutlichen Reduktion der Cost/Income-Ratio auf 64,5 % (1. HJ 2017: 85,1 %) nieder. Die einzelnen Komponenten des operativen Ergebnisses im Detail:
    • Zinsergebnis: Das Zinsergebnis stieg um 56,1 % auf EUR 25,5 Mio. (1. HJ 2017: EUR 16,4 Mio.). Es resultierte zu EUR 10,4 Mio. aus dem Neugeschäft (1. HJ 2017: EUR 2,5 Mio.) und zu EUR 10,3 Mio. aus dem Bestandsportfolio (1. HJ 2017: EUR 13,8 Mio.). Desweiteren war im Zinsergebnis ein positiver Effekt von EUR 4,8 Mio. aus der Erstanwendung von IFRS 9 enthalten.
    • Provisionsergebnis: Durch die Forcierung der Beratungs- und Strukturierungsaktivitäten konnte die Bank das risikofreie Provisionsergebnis um 18,3 % auf EUR 10,4 Mio. (1. HJ 2017: EUR 8,8 Mio.) steigern und damit die Ertragsqualität signifkant verbessern. Das Provisionsergebnis resultierte aus dem Förderungsmanagement und Beratungsgeschäft der Tochtergesellschaft KPC in Höhe von EUR 7,0 Mio. (1. HJ 2017: EUR 7,7 Mio.) sowie aus dem Neugeschäft in Höhe von EUR 3,4 Mio. (1. HJ 2017: EUR 1,1 Mio.).
    • Kreditrisikoergebnis: Die Non-Performing-Loan-Ratio betrug im ersten Halbjahr 2018 weiterhin 0,0 %; es lagen keine Kreditausfälle vor.
    • Verwaltungsaufwand: Diszipliniertes Kostenmanagement führte zu einer Reduktion des Verwaltungsaufwands um 3,7 % auf EUR 25,0 Mio. (1. HJ 2017: EUR 25,9 Mio.). Er setzte sich aus Personalaufwendungen von EUR 16,2 Mio. (1. HJ 2017: EUR 17,2 Mio.) und Sachaufwendungen von EUR 8,8 Mio. zusammen (1. HJ 2017: EUR 8,7 Mio.).
    • Beitrag zum Bankenabwicklungsfonds: Die Bank leistete im ersten Halbjahr einen Beitrag zum Bankenabwicklungsfonds von EUR 1,6 Mio. (1. HJ 2017: EUR 0,9 Mio nach Auflösung einer Rückstellung von EUR 0,8 Mio.).
    • Sonstiges betriebliches Ergebnis: Dieses betrug EUR 4,4 Mio. (1. HJ 2017: EUR 6,3 Mio.) und resultierte vor allem aus der Kostenvergütung für operative Dienstleistungen in Höhe von EUR 4,7 Mio. (1. HJ 2017: EUR 6,4 Mio.), welche unter einem Service Agreement für die KA Finanz AG erbracht wurden. Ebenso enthalten war der Aufwand für die Stabilitätsabgabe der österreichischen Banken von EUR 0,3 Mio. (1. HJ 2017: EUR 0,3 Mio.).
  • Restrukturierungsaufwand: Das Service Agreement mit der KA Finanz AG (KF) wird nach einer öffentlichen Ausschreibung durch die KF mit Wirksamkeit Ende März 2019 an neue Anbieter übertragen. Dadurch entfällt die bisherige Dienstleistung an die KF mit der damit verbundenen Kostenvergütung. Dies macht eine Kapazitätsanpassung in Back-Office-Bereichen der Bank erforderlich. Dafür wurde eine Rückstellung von EUR 2,5 Mio. im Halbjahresergebnis gebildet.
  • Bewertungs- und Realisierungsergebnis: Dieses war mit EUR 0,2 Mio. (1. HJ 2017: EUR 6,3 Mio.) nahezug ausgeglichen. Im Vorjahr war ein positiver Einmaleffekt aus dem Rückkauf von Eigenemissionen in Höhe von EUR 5,2 Mio. enthalten.
  • Periodenergebnis vor Steuern: Nach der Restrukturierungsrückstellung und ohne den positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf von Eigenemissionen im Vorjahr stieg das Periodenergebnis auf EUR 11,5 Mio. (1. HJ 2017: EUR 10,8 Mio.).
  • Ertragssteuern: Diese beliefen sich auf EUR -2,3 Mio. (1. HJ 2017: EUR 3,1 Mio.). Der positive Steuereffekt des Vorjahres resultierte insbesondere aus der Aktivierung latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen.
  • Periodenergebnis: Ohne die positiven Steuer- und a. o. Effekte des Vorjahres betrug das Periodenergebnis EUR 9,2 Mio. (1. HJ 2017: EUR 13,9 Mio.).

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Alois Steinbichler wird zum 31. August 2018 nach 40 Jahren im aktiven Bankgeschäft und nach Erreichen des 66. Lebensjahres den Vorstandvorsitz an Bernd Fislage übergeben und in weiterer Folge im dritten Quartal 2018 in den Aufsichtsrat gewählt werden. Bernd Fislage ist seit Februar 2017 Mitglied des Vorstandes und seit März 2018 Co-CEO. Damit ist die angestrebte Kontinuität im Management sichergestellt. Weiters wurde Jochen Lucht mit Wirkung zum 1. Juli 2018 in den Vorstand berufen. Wolfgang Meister schied mit Wirkung 30. Juni 2018 aus dem Vorstand aus. Der Vorstand der Bank wird ab 1. September 2018 aus Bernd Fislage (Chief Executive Officer), Jörn Engelmann (Chief Risk Officer) und Jochen Lucht (Chief Financial Officer/Chief Operating Officer) bestehen.

Ausblick

Die Bank blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Basierend auf einer klar definierten Strategie konnte die Bank ihre wesentlichen Erfolgskriterien – Neugeschäftsgenerierung, Platzierungsvolumen, Kundeneinlagen sowie Kostenmanagement – deutlich verbessern. Ebenso besteht eine aktive Projektpipeline für das zweite Halbjahr 2018. Darauf aufbauend wird ein über dem Vorjahr liegendes Jahresergebnis erwartet.

Der vollständige, finale Halbjahresfinanzbericht 2018 der Kommunalkredit-Gruppe ist ab 8. August 2018 unter https://www.kommunalkredit.at/investor-relations/finanzberichte verfügbar.

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Kommunalkredit Austria AG
Martin Hehemann (Corporate Communications)
Tel.: +43 (0)1/31 6 31-532 oder +43 (0)664/80 31631 532
m.hehemann@kommunalkredit.at; www.kommunalkredit.at

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