„kreuz und quer“ am 31. Juli: „Heiligtümer des Buddhismus“ und „Byzanz – Zentrum eines Weltreichs“ ab 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Der Buddhismus ist eine der ältesten Religionen der Welt. Mehr als 350 Millionen Menschen weltweit praktizieren ihn. Für den „kreuz und quer“-Zweiteiler „Heiligtümer des Buddhismus“ folgt die britische Historikerin Bettany Hughes am Dienstag, dem 31. Juli und 7. August 2018, jeweils um 22.35 Uhr in ORF 2 den Spuren dieser Philosophie und Religion durch 25 Jahrhunderte und besucht auf ihrer Reise sieben spektakuläre Bauwerke. Es sind Heiligtümer, die Einblick geben in die lange und reiche Geschichte des buddhistischen Glaubens. Und an jedem dieser für Buddhisten heiligen Orte trifft die Historikerin auch auf Menschen, die die unterschiedlichen Konzepte ihrer Religion, den Kern des buddhistischen Glaubens erläutern. Sie will die Anziehungskraft entschlüsseln, die der Buddhismus noch heute auf Millionen von Menschen ausübt.

Byzanz, Konstantinopel, Istanbul – eine einzige Stadt wird zum Zentrum zweier Weltreiche und zur Heimat für die unterschiedlichsten Religionen. Der britische Historiker Simon Sebag Montefiore macht sich in einer dreiteiligen Dokumentation auf eine Spurensuche in der Metropole am Bosporus, um die abenteuerliche Geschichte dieser Stadt lebendig werden zu lassen. Im ersten Teil, „Byzanz – Zentrum eines Weltreichs“, stehen um 23.20 Uhr die antiken griechischen Ursprünge von Byzanz und der späterer Wandel zur Hauptstadt eines christlichen Weltreichs im Fokus. Teil 2 und 3 folgen am 7. bzw. 14. August.

„Heiligtümer des Buddhismus – Monumente einer Religion“ – Ein Film von Faris Kermani

Im ersten Teil des „kreuz und quer“-Zweiteilers erkundet Bettany Hughes vier buddhistische Monumente – und beginnt mit einem Besuch des Mahabodhi-Tempels im indischen Bodhgaya, dem „Mekka des Buddhismus“. Genau hier hatte vor 2.500 Jahren ein junger Prinz namens Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige eine Offenbarung, die sein Leben verändern sollte. Er wurde zu dem Buddha, dem „Erleuchteten“. Bodhgaya bildet damit einen idealen Ausgangspunkt:
Denn in einem ersten Schritt begibt sich Bettany Hughes auf Spurensuche nach den drei zentralen Prinzipien des Buddhismus, auch bekannt als die „Drei Juwelen“. Und das erste dieser „Drei Juwelen“ ist das Leben des historischen Buddha. Noch heute werden alle guten Buddhisten dazu angehalten, ihr Leben nach seinem Vorbild zu gestalten.

Gemäß Überlieferung starb der historische Buddha in hohem Alter. Sein Körper wurde verbrannt, übrig blieben nur Knochenfragmente. Diese Reliquien wurden aufgeteilt unter den verschiedenen Volksgruppen und Herrschern, die sich zu diesem Zeitpunkt zum Buddhismus bekannten. Und man ehrte den Buddha bald durch den Bau von besonderen Grabmälern, sogenannten Stupas. In Nepals Hauptstadt Kathmandu geht Bettany Hughes’ Suche nach den „Drei Juwelen“ des Buddhismus weiter. Hier steht der berühmte Stupa von Bodnath, der größte Stupa auf dem indischen Subkontinent. Am Stupa von Bodnath trifft die Historikerin die buddhistische Nonne Ani Choying Drolma, die ihr Verständnis des „Dharma“ erläutert – die Lehre des Buddha.

Dritte Station auf dieser eindrücklichen Reise durch die Geschichte des Buddhismus ist der sogenannte Zahntempel in Kandy, Sri Lanka. Im Mittelpunkt steht hier ein elementares buddhistisches Konzept, das heute zumindest als Begriff im Westen sehr bekannt ist: „Karma“. Wat Pho schließlich ist das vierte und letzte Heiligtum der buddhistischen Welt, das im ersten Teil der Dokumentation gezeigt wird. Dieser größte und älteste Tempelkomplex in Bangkok beherbergt mehr als 1.000 Buddha-Statuen. Berühmt ist Wat Pho aber vor allem für die monumentale vergoldete Statue des Liegenden Buddha, die beeindruckende 46 Meter misst. Der endlose Kreislauf des Lebens, im Buddhismus „Samsara“ genannt, steht hier im Fokus.

Am Dienstag, dem 7. August, geht die Reise ins Innere der buddhistischen Religion weiter. Erste Station: Die berühmte Tempelanlage von Angkor Wat.

„Byzanz – Zentrum eines Weltreichs“ – Regie: Anna Cox

Die Anfänge der Stadt sind alles andere als heilig: Zunächst ist Byzantion, so der Name der ursprünglich griechischen Siedlung, wenig mehr als ein bescheidenes Fischerdorf. In der Antike war der Ort berüchtigt für seine Trunkenbolde und die Zügellosigkeit seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Kaiser aber änderte das Schicksal der Stadt für immer. Er sollte als Konstantin der Große zu einem der einflussreichsten Herrscher der Weltgeschichte werden und setzte einen geradezu unerhörten Schritt: Er verließ Rom und machte Byzanz zu seiner neuen Hauptstadt.

Kaiser Konstantin tat jedoch noch mehr. Er selbst war – unter dramatischen Umständen – zum Christentum bekehrt worden und weihte seine neue Hauptstadt seinem neuen Gott. Damit begann ein neues Zeitalter für die „Stadt des Konstantin“, wie sie nun hieß. Konstantinopel war nicht länger eine Randerscheinung der Weltgeschichte, sondern stand als imperiale Hauptstadt des gesamten Römischen Reiches im Zentrum der Macht. Die Stadt wird damit allerdings immer wieder auch zum Schauplatz blutiger Konflikte. Lange Zeit nehmen etwa Ikonen in der orthodoxen Glaubenspraxis der byzantinischen Ostkirche eine überaus wichtige Rolle ein. Doch angesichts schwindender militärischer Erfolge kommt die Vermutung auf, Gott könnte seinen Gläubigen die extreme Ikonenverehrung übel nehmen. Ikonen gelten als „Fenster zum Göttlichen“, sie werden zutiefst verehrt. Nun aber geraten sie in den Verdacht, am Niedergang des einstmals so großen Byzantinischen Weltreichs Schuld zu haben. Der „Bildersturm“ setzt dem überaus gewaltsam ein Ende. Zahlreiche Ikonen werden verbrannt oder auf andere Weise zerstört, viele Mönche werden getötet.

Und schließlich machen sich die Armeen einer neuen, islamischen Offenbarung bereit, um das byzantinische Reich zu erobern. Von der arabischen Halbinsel aus unternehmen sie politisch und religiös motivierte Eroberungszüge. Bereits im Jahr 717 steht erstmals ein Heer unter Führung der Nachfolger des Propheten Mohammed vor den Toren von Konstantinopel, um die Stadt zu belagern. Für dieses Mal müssen die Belagerer unverrichteter Dinge wieder abziehen. Doch neues Unheil naht für die prachtvolle Metropole am Bosporus.

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