„Thema“ am 30. Juli: Was nützt ein öffentlicher See, wenn seine Ufer hinter Zäunen und Mauern liegen?

Außerdem: „Er spielt wie Mozart“ – Wunderkind Elias

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 30. Juli 2018, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Wem gehört der See?

Der Wörthersee in Kärnten gehört den Reichen und Schönen: 78 Prozent des Ufers sind privat. Ein „Seenvolksbegehren“ will nun die letzten öffentlichen Seezugänge ohne Eintritt per Gesetz schützen lassen. Ähnliche Pläne gibt es auch in Oberösterreich. Denn nach dem Wasserrechtsgesetz 1959 ist das Baden in öffentlichen Seen ausdrücklich erlaubt. Nur was nützt ein öffentlicher See, wenn seine Ufer hinter Zäunen und Mauern liegen? Oberschulrat Hannes Maringer aus Mattsee hat sich das schon in den 1960er Jahren gedacht und für einen öffentlichen Weg am Ufer des beliebten Badesees gekämpft. Heute ist die kleine Gemeinde froh über seinen Einsatz, denn der Großteil des restlichen Ufers ist nun in privater Hand und damit für Bewohnerinnen und Bewohner, Touristinnen und Touristen unerreichbar. Martin Steiner, Andrea Poschmaier und Nikolaus Küng berichten aus Salzburg, Oberösterreich, Kärnten – und aus Vorarlberg, das am Bodensee einen ganz anderen Weg gegangen ist.

Harte Arbeit auf der Alm – freiwillig auf dem Bergbauernhof

Egal, ob beim Heu machen, im Stall oder beim „Almen putzen“ – eine bergbäuerliche Landwirtschaft ist ohne Hilfe schwer zu bewältigen. Immer mehr Menschen aus aller Herren Länder packen freiwillig und unbezahlt mit an. „Es ist das perfekte Kontrastprogramm zu meinem täglichen Job am Computer. Hier hat man die Arbeit direkt vor sich. Hier oben spüre ich so richtig das Leben“, sagt die Designstudentin Judith Steiner. Zwei Wochen lang ist die 29-Jährige auf einem Hof in Osttirol. Katharina Krutisch hat mit Bergbauern über ihre harte Arbeit und mit Freiwilligen über ihre Motivation zu helfen gesprochen.

„Er spielt wie Mozart“ – Wunderkind Elias

Mit acht Jahren war er der jüngste Student in der Geschichte des Mozarteums, jetzt ist er zehn und geht mit den Wiener Philharmonikern auf Japan-Tournee: Elias Keller aus Weißenstein in Kärnten ist ein musikalisches Ausnahmetalent am Klavier. „Wenn ich eine Stelle nicht gut spiele, dann flipp ich aus. Dann kribbelts in meinen Fingern, sie haben so Lust!“, sagt Elias in breitem Kärntnerisch. Weil sich seine Eltern keinen Flügel leisten konnten, ist ein Sponsor eingesprungen. Konrad Weixelbraun hat das Wunderkind Elias und seine Familie einen 16-Stunden-Tag lang begleitet.

Mit Lust und Liebe – und mit Schmerz: Wird Sadomaso salonfähig?

„Der Lustschmerz ist eigentlich nicht so meine Sache, aber ich tue es meiner Herrin zuliebe“, sagt „Sklave“ David. Regelmäßig trifft er sich mit Gleichgesinnten im SM-Klub „No Limits“ in Wien-Meidling. Der enorme Erfolg der Romane „Shades of Grey“ hat es gezeigt: Diese Spielart der Sexualität ist salonfähig geworden – und zwar in jedem vierten österreichischen Schlafzimmer, so schätzen Insider. „Im beiderseitigen Einvernehmen sollen Menschen das machen, was sie wollen“, sagt die Sexualpsychologin Christina Raviola. Christian Hofmann hat Menschen getroffen, die sich für erotische Spiele rund um Macht und Demütigung begeistern.

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