LUX-Filmpreis 2018: Österreichisch-deutsche Co-Produktion „Styx“ unter den drei Finalisten

Styx, The Other Side of Everything und Woman at War: Das sind die Finalisten im Rennen um den LUX-Filmpreis 2018 des Europäischen Parlaments.

Wien (OTS) - Im Rahmen des italienischen Filmfestivals "Giornate degli Autori" in Rom wurden die drei Finalistenfilme für den LUX-Filmpreis 2018 bekanntgegeben. Im Finale um den begehrten Filmpreis des Europäischen Parlaments, der im November dieses Jahres bereits zum zwölften Mal vergeben wird, sind:

  • The Other Side of Everything (Druga strana svega) von Mila Turajlić (Serbien, Frankreich, Katar)
  • Woman at War (Kona fer í stríð) von Benedikt Erlingsson (Island, Frankreich, Ukraine
  • Styx von Wolfgang Fischer (Deutschland, Österreich

Der Dokumentarfilm The Other Side of Everything der serbischen Regisseurin Mila Turajlić befasst sich mit der bewegten Geschichte eines Landes und seiner Gesellschaft im Kampf gegen Nationalismus und für Demokratie. Die Chronik einer Familie in Serbien entwickelt sich zu einem ergreifenden Portrait einer Aktivistin in Zeiten großer Unruhen und politischen Veränderungen und wirft Fragen nach der Verantwortung jeder Generation für die Zukunft auf

Der Film Woman at War des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson erzählt die originelle und intensive Geschichte eines starken Frauencharakters - einer Musiklehrerin in ihren Fünfzigern, die ein Doppelleben als engagierte Umwelt-Aktivistin führt. Als sie ihre bisher kühnste Aktion plant, erfährt sie, dass ihr Antrag auf Adoption eines Kindes endlich akzeptiert wurde und ein kleines Mädchen in der Ukraine auf sie wartet.

Styx des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer erscheint zunächst als Dokumentarfilm, ist aber eine meisterhaft komponierte Allegorie unserer polarisierten Welt und verdeutlicht die Ambivalenz gegenüber der Flüchtlingskrise. Die Protagonistin bricht zu ihrem Traumurlaub auf, einem Solo-Segeltörn im Atlantik. Nach einem Sturm trifft sie plötzlich auf ein schwer beschädigtes Flüchtlingsboot voller Menschen, die dringend Hilfe benötigen. Die Küstenwache schickt ihr Funkanweisungen, sich aus der Sache rauszuhalten, da sie nicht entsprechend ausgerüstet ist. Dies kollidiert jedoch mit ihrem Verantwortungsbewusstsein. Wird sie weitersegeln, während andere ertrinken?

Hintergrund
Mit dem LUX-Filmpreis honoriert das Europäische Parlament die Vielfalt der europäischen Film- und Kinokultur. Die Auszeichnung wird jedes Jahr an eine Produktion vergeben und soll dazu dienen, europäische Filme einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und eine gesellschaftliche Debatte über Werte und soziale Themen in Europa anzuregen.

Um die europäische Filmindustrie zu unterstützen und die wichtigsten europäischen (Ko-)Produktionen über den nationalen Markt hinaus zu verbreiten, wird das Europäische Parlament die drei Finalistenfilme in allen 24 Amtssprachen der Europäischen Union untertiteln und in vielen Städten und auf verschiedenen Festivals in ganz Europa zeigen. Außerdem werden die Filme während der LUX-Filmtage im Herbst in den 28 EU-Ländern vorgeführt. Der Gewinnerfilm wird zudem für seh- und hörbehinderte Menschen zugänglich gemacht und vom Europäischen Parlament beworben.

Welcher Film mit dem LUX-Filmpreis ausgezeichnet wird, entscheiden die EU-Abgeordneten. Der Gewinner wird am 14. November in Anwesenheit der Regisseure im EU-Parlament in Straßburg verkündet.

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