- 25.07.2018, 12:16:02
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Neue Gentechnik: Greenpeace begrüßt richtungsweisendes Urteil
Ministerin Hartinger-Klein muss sorgfältige Umsetzung sicherstellen
Utl.: Ministerin Hartinger-Klein muss sorgfältige Umsetzung
sicherstellen =
Luxemburg/Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace
begrüßt das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Dieser gibt
der Ansicht von Greenpeace Recht: Bei den neuen Verfahren handelt es
sich um Gentechnik. Damit müssen alle bisher am Markt verfügbaren,
mit sogenannten Gen-Scheren hergestellten Pflanzen unter europäischem
Gentechnikrecht reguliert werden. Da einige EU-Mitgliedsländer
bereits Anbauversuche mit den neuen Pflanzen zugelassen hatten, müsse
das Urteil jetzt rasch und sorgfältig umgesetzt werden, so
Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation fordert von der zuständigen
Ministerin Beate Hartinger-Klein, eine rasche europaweite Umsetzung
sicherzustellen.
„Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist eine enorm wichtige und
richtungsweisende Entscheidung. Jetzt herrscht endlich Klarheit: Mit
den neuen Methoden hergestellte Pflanzen sind Gentechnik und fallen
unter die europäische Gentechnik-Regulierung“, sagt Sebastian
Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in
Österreich. Damit müssen diese Produkte im Rahmen einer
Risikobewertung auf Herz und Nieren geprüft werden, bevor sie auf den
Markt gelangen. Zudem gilt eine Kennzeichnungspflicht für die so
gentechnisch veränderten Produkte. "Konsumenten und Konsumentinnen
haben damit auch zukünftig ein Recht darauf, zu erfahren, ob
Gentechnik auf ihren Tellern landet", freut sich Theissing-Matei.
Greenpeace fordert jetzt eine rasche europaweite Umsetzung des
Urteils. Einige EU-Mitgliedsstaaten wie etwa Finnland oder Schweden
hatten bereits mittels Gen-Scheren veränderte Produkte als „nicht
gentechnisch verändert“ eingestuft und für Anbauversuche zugelassen.
Diese Vorgehensweise ist nach diesem Urteil europarechtlich nicht
mehr haltbar. „Ministerin Hartinger-Klein muss sich jetzt dafür
einsetzen, dass dieses Urteil europaweit auch wirklich umgesetzt
wird. Sie muss Staaten wie Finnland dazu auffordern eine weitere
Verbreitung dieser Pflanzen ohne Risikobewertung und
Kennzeichnungspflicht sofort zu unterlassen“, fordert
Theissing-Matei.
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